Die Vorgeschichte seit 2000 / Kezdet 2000:

 

 

Gemeindepartnerschaft Jade Bakonynána.

 

Wie alles begann!

 

Im September 2000 begann alles mit Informationen von Bert Diekmann und Heinz-Jürgen Ahlers. Sie hatten durch ihre Kenntnisse über EU-Förderprogramme und ihre Kontakte zu verschiedenen Gemeinden erfahren, dass eine Gruppe von Ungarn unterwegs sei, um Partnergemeinden zu suchen.

 

Am 11. Oktober 2000 trafen vier Besucher aus Vértessomló (Joszef Hardegen, Susanne Pfisterer, Teres Huber und Edit Balogh) mit über 20 Vertretern der örtlichen Jader Vereine zusammen. Sie erzählten, dass ein großer Teil der Bevölkerung in Westungarn deutschstämmig ist. Deutsch ist jetzt wiederUnterrichtsfach für Kinder ab dem Kindergarten und in jeder Grundschule. Diese Kinder brauchen den Kontakt zu Menschen (besonders zu Jugendlichen), mit denen sie Deutsch sprechen können. Außerdem ist Ungarn erste Wahl bei den Beitrittsverhandlungen zur EU. Das hilft sehr, die Partnerschaften zu fördern. Die Jader Teilnehmer sprachen sich einstimmig dafür aus, eine Partnerschaft in Ungarn zu suchen.


Durch einen Kontakt zu Herrn Jozséf Ladanyi bei der EXPO 2000 in Hannover liefen zunächst Verhandlungen mit der Kleinstadt Zirc. Mit 8000 Einwohnern ist Zirc Hauptort des reizvollen Bakonygebirges, nur etwa 50 km nördlich des Plattensees, dem touristischen Zentrum Ungarns. Herr Ladanyi, ein Lehrer und der Leiter der deutschen Minderheit, war auf ungarischer Seite schon sehr rege. Kontakte zu Blaskapelle, Tanzgruppe und Chor, zu Seniorengruppen, Kultur- und Feuer-wehrverein schlug er vor.


In der Zeit vom 08. 15.03.2001 fuhr eine Reisegruppe aus den Gemeinden Butjadingen, Berne, Bockhorn und Jade nach Ungarn. Zur Jader Delegation gehörten Günther Hellwig, Gemeindedirektor, Edwin Witt, Schulleiter, Waltraud Wessels, Leiterin des Ev. Kindergartens, und Dieter Büsing, Leiter des Musikvereins Schweiburg. Nach dem Besuch in Vértessomló und der Teilnahme an der Partnerschaftsfeier mit Berne, trafen wir uns am 12.3.2001 in Zirc im Heim der deutschen Minderheit. Herr Ladanyi hatte eine Reihe von Stadt- und Vereinsvertretern eingeladen, doch die Gespräche mussten ständig übersetzt werden. Besuchskontakte aus Deutschland mit Unterbringung in Familien waren nicht gewünscht. Am Ende sagte Dieter Büsing: Wenn wir hier keinen Kontakt zu den Menschen kriegen, können wir mit dem Musikverein auch nach Burhave fahren. Dann ist die Fahrt wenigstens nicht so weit. Nach diesem Treffen war uns klar, mit Zirc gibt es keine Partnerschaft. Denn nebenbei kam noch raus, dass Herr Ladanyi uns für seine Wahl zum Bürgermeister brauchte und als Investor für Windkraftanlagen und die Renovierung eines Jugendzentrums.

 

Nach dem Fehlschlag fuhren wir Jader am 14. März morgens nach Bakonynána. Freundlich begrüßt wurden wir von Elisabeth Simon, der Leiterin der deutschen Minderheit. Sie führte uns durchs Dorf, überall spürte man die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen. An der Schule trafen wir als erste Katalin Nagy, Deutschlehrerin. Sie führte uns gleich durch die Räume, und man merkte ihr an, wie sehr sie sich über Kontakte nach Deutschland freuen würde. Zum Schluss gab s noch ein nettes Gespräch über eine Gemeindepartnerschaft im Rathaus. Selbstverständlich sollten Gäste in Familien wohnen und umgekehrt natürlich auch, denn gerade für die Kinder und Jugendlichen ist das Wichtigste, die deutsche Sprache zu üben. Hier waren wir richtig, da waren wir vier Jader uns einig . und so begann die Partnerschaft zwischen Jade und Bakonynána.

 

Edwin Witt.