2002 Juli
2002 Julius

Talea und Ferdinand Emmrich überreichen eine Glocke für die Sakristeitüre als Geschenk der Kirchengemeinden in Jade.

Talea és Ferdinand be egy csengo a sekrestyébe
Foto: Simonné Erzsébet, Ferdinand, Talea, Pl. Horváth
  2002 Pfarrer Horváth Lájos


2002 Juli, 175 Jahre St.-Anna-Kirche
2002 Juliús, 175 évek St.-Anna-Templum.


Foto von der Kirche / Fotó templum: Kirche Templum

  175 Jahre / évek St. Anna Kirche / templum
  175 Jahre / évek St. Anna Kirche / templum
 

25.07. bis 29.07.2002 Blitzbesuch in Bakonynana

 

Anlass: 175-Jahr-Kirchweihfest der kath. St.-Anna-Kirche in Bakonynána und die offizielle Herausgabe des Buches über die Ortsgeschichte: Bakonynána Története

.

 

Während des Besuchs unserer Freunde aus Bakonynána (27.06.-03.07.2002) in Jade wurde meine Idee zum konkreten Wunsch:

 

Das unmittelbar bevorstehende 175-Jahre-Kirchweihfest und die offizielle Herausgabe der Ortschronik Bakonynána Története , beides am 26. Juli 2002, sollte nicht ohne Gratulation seitens und der Beteiligung durch Bürger aus Jade erfolgen. Es sollte eine angenehme Überraschung für Bakonynána werden, ohne dort deren Zeitplan, die Festvorbereitungen und die Gastfreundschaft zu strapazieren oder viele Kosten zu verursachen. Daher wollte ich in kleiner Gruppe fahren.

 

 

Am Abend der Partnerschaftsgründung in Jade (29.06.2002) sprach ich darüber mit Heinz-Jürgen Ahlers (LEB), Initiator der Partnerschaften. Er war begeistert, hatte Zeit. Somit war die Gruppe klar. Reiseteilnehmer: Talea und Ferdinand Emmrich (Jaderberg), Heinz-Jürgen Ahlers (LEB).

 

Eine Schiffsglocke (incl. Gravurschild) mit ihrer symbolischen Bedeutung wurde als Gastgeschenk besorgt. Gemeindedirektor Günther Hellwig, Bürgermeister Janßen, die katholische und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde und der Vorbereitungskreis wurden informiert. Die Katholische Kirche Jaderberg und die Evang.-luth. Kirche Jade/Jaderberg finanzierten das Geschenk, die Reisekosten trugen wir privat.

 

 

 

25.07.2002, Donnerstag

 

Mit dem Privat-PKW von Emmrich fuhren wir vormittags um 10.00 Uhr ab Jaderberg. Es war ausnahmsweise trockenes Wetter. Heinz-Jürgen und Ferdinand wechselten sich als Fahrer ab. Problemlos und schön war die Fahrt, auch wenn uns ab Passau regenreiches Gewitter begleitete. Kurz nach 23.00 Uhr erreichten wir nahe Wien die Raststätte Alland, wo wir im PKW übernachteten.

 

 

 

Freitag, 26.07.2002 ...

 

... morgens um 05.00 Uhr, es wurde gerade hell, ging es weiter: durch den wunderschönen Wienerwald, mit herrlichem Panoramablick auf die Stadt Wien fuhren wir durchs Burgenland, vorbei am Neusiedler See und Eisenstadt zur österreichisch-ungarischen Grenze. Die Grenzbeamten wünschten Gute Fahrt. Tanken, Frühstücken (Tee, warmes Brötchen mit Käse, Wurst, Paprika), Geldwechseln erfolgten gleich an der Grenze. Das Wetter wurde besser, sonnig.

 

Es ging weiter auf der B 84 über Sopron, Kapuvár nach Csorna. Dort zweigten wir südlich ab nach Papa, dann westlich nach Zirc. Die Straße führte uns quer durch das malerisch-schöne, waldreiche Bakony-Gebirge. Es war ein herrlicher Weg, den ich jedem im Sommer Reisenden empfehlen kann.

In Zirc besuchten wir das Arboretum (schattiger großer Park mit internationalem Baumbewuchs, offenen runden Holzhütten und Holzbrücken) kündigten uns telefonisch bei Elisabeth (Simoné Rummel Erzsébet) an und aßen auf der Terasse eines Restaurants Schnitzel zu Mittag. Nur noch wenige Kilometer, dann kamen wir über Dudar nach Bakonynána. Die 1.350 km-Fahrt war bestens verlaufen. 14.15 Uhr waren wir da. Die Freude, hier zu sein, läßt die 30 Grad gut ertragen. Nach den langen Regenwochen in Deutschland ist dies ein angenehmer Wechsel. Wir lassen uns gerne durchwärmen. Andererseits würden wir gerne den Ungarn einen Wunsch erfüllen: etwas mehr Regen...

 

Herzliche Begrüßung bei Elisabeth und ihrem Mann Ferenc. Bürgermeister Kropf Miklós kommt dazu. Erstes Erzählen, erfrischendes Getränk, Heinz-Jürgen wohnt bei Familie Simon, Talea und ich bei Familie Kropf. Dort herzliche Begrüßung bei Zita. Wir durften wieder im gleichen Zimmer wohnen wie im letzten Jahr, es ist "unser" Zimmer . 15.30 Uhr sammelten wir uns bei Elisabeth, fuhren dann zur Kirche.

 

Dort trafen wir schon viele uns bekannte Leute, alle sommerlich, aber festlich, gekleidet: Hallo! Kräftiges Händeschütteln. Tavás Joszéf, Hornyák Elek und Ilona und viele andere. Die Kirche wurde voll. Wir durften als Ehrengäste vorne sitzen. Die alte Gräfin hat traditionell eine eigene Bank im Altarraum, bei den Messdienern.

 

Im blumengeschmückten Altarraum der Kirche sind hinter der silberfarbenen großen und mit kleinen Leuchtbirnchen versehenen 175 die Fahnen Ungarns, Bakonynána's und die der Deutschen Minderheiten-Selbstverwaltung aufgestellt. Nach der festlichen Messe und Chorgesang in ungarischer Sprache versammelten sich alle draußen. Auf der großen steinernen Treppe verlas Kornélia würdevoll einen feierlichen Text zu Ehren des Festtages, zunächst in ungarisch, dann in deutsch.

 

Bürgermeister Kropf Miklós, Elisabeth und andere örtliche Persönlichkeiten hängten kleine buntschleifige Kränze an die Haken unterhalb der Kriegs-Gedenktafeln auf, der Frauenchor sang den irischen Segensspruch: Möge die Straße uns zusammenführen... . Wir klatschten, Fotos wurden gemacht, kleine Gespräche waren möglich.

 

Dann fuhren wir zum Kulturhaus, der Begegnungsstätte. Der Saal ist mit weit über hundert Personen gefüllt, viele stehen draußen. Der Festakt anläßlich der offiziellen Präsentation der neuen Ortschronik Bakonynána Története begann. Es ist nicht nur ein dickes Buch, dessen 2. Teil die deutsche Übersetzung beinhaltet, sondern es ist die historische Dokumentation der Geschichte Bakonynána's bis in die aktuelle Zeit hinein. Ein großartiges Werk, an dem viele Bürger mitgewirkt haben. Mögen es viele Bürger erwerben und aus der Geschichte lernen.

 

Es folgten Ansprachen des Bürgermeisters, von Elisabeth, vom Regierungspräsidenten, vom Vorsitzenden der Deutschen Minderheit im Komitat Veszprém, Venczel Albert, umrahmt von Aufführungen des Frauen-Singchores und dem Lese-Singspiel der Pfadfinder.

 

In meiner Grußansprache bedankte ich mich für das Bakonynána-Buch und überreichte meine Besuchschronik (Besuch der ungarischen Freunde in Jade, 27.06.-03.07.2002). Danach stellte ich das besondere Fest der 175-Jahre-Kirchweihe heraus und überbrachte die herzlichen Glückwünsche der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinden in Jade. Die goldfarben-glänzende Schiffs-Glocke als verbindendes Symbol für Kirche und Küste (Jade) ist von innen nicht immer so glänzend wie von außen, genau so wie bei uns Menschen. Die Glocke funktioniert nur, wenn wir den Glockenstrang betätigen, das heißt, wenn wir unser Leben aktiv in die Hand nehmen und frei gestalten.... Ebenso überbrachte ich herzliche Grüße der Gemeindeverwaltung und der Bürger der Gemeinde Jade. Talea erläuterte den in rot-weiß-grün und schwarz-rot-gold getrennten, doppelt geflochtenen Glockenstrang, der unten im Knoten zusammenläuft. Dies symbolisiert die Selbständigkeit beider Gemeinden Bakonynána und Jade, die, symbolisiert durch den Knoten, Gemeinsamkeiten finden und gestalten.

 

Heinz-Jürgen Ahlers betonte die positive Bedeutung der Partnerschaft aus Sicht des EU-Projektes. Auch wenn Bakonynána jetzt von der EU keine Finanzzusage für den Besuch im Herbst (Gemischter Chor Jaderberg, 29.09. - 07.10.2002) im Rahmen der Ortspartnerschaften bekommen hat, ist die Entwicklung der Partnerschaft positiv zu sehen und ist ein Gewinn für die beteiligten Menschen. Besonders betonte er die  jetzt zugesagte EU-Förderung der Bildungspartnerschaft, in die Bakonynána einbezogen ist. Erste Pläne für eine ländliche europäische Bürgerschule in Bakonynána konkretisieren sich und unterstützen die positive Entwicklung des Ortes.

 

Die Veranstaltung wurde videogefilmt. Ich bitte Elisabeth, mir beim Herbstbesuch eine Kopie zur Verfügung zu stellen.

 

Bei der sich anschließenden Stehparty gab es nicht nur Sekt, Wein, O-Saft usw. und Gebäck, sondern viele kleine herzliche Gespräche, so mit Sümegi Áttila und seiner Frau und mit den Frauen des Singchores, mit denen noch gemeinsam gesungen wurde "Ein schöner Tag ward uns beschert ..." nach der Grundmelodie aus "Amazing grace." 

 

Vermisst haben wir Nagy Kati, die sich auch so positiv in die Partnerschaft einbringt, zur Zeit aber vermutlich privat in Deutschland ist. Dafür freuten wir uns sehr, Hornyák Elek und seine Frau Ilona wiederzusehen, sich herzlich zu begrüßen und - wenn auch viel zu kurz - so doch freundschaftlich miteinander zu plaudern.

 

Am üppigen Abendessen  im Hause von Bürgermeister Kropf Miklós und seiner Frau Zita nahmen im weiteren teil: Sümegi Áttila (Notar) und Frau Petra, Simon Elisabeth, Moór Balázs mit Czepek Kornélia, und als Gäste aus Deutschland Heinz-Jürgen Ahlers, Talea und Ferdinand Emmrich.

Es gab Hirsch-Wildbraten, Putenschnitzel, Obst und Gemüse, Reis und Kartoffeln, süffigen Wein, Kuchen ... es war eine leckere und erfolgreiche Gewichtsaufbaukur die von netter und angeregter Unterhaltung geprägt war.

 

 

 

Sonnabend, 27.07.2002

 

Nach dem guten Frühstück am nächsten Morgen, fuhren Heinz-Jürgen, Talea und Ferdinand über kleine Bakony-Gebirgsstraßen durch Ortschaften wie Bakonybel nach Band. Dort lernten wir Heinz-Jürgens Freund Péter Krein, den Leiter der nahe gelegenen Ferien- und Bildungsanlage Iglauer Park in dessen Privathaus kennen. Es waren angenehme, kurze Stunden. Wir wurden von seiner Mutter, der sympathischen ehemaligen Deutschlehrerin mit Getränken und Gebäck verwöhnt. Péter Krein ist verantwortlicher Ansprechpartner im Projekt der europäischen Bildungspartnerschaft vor Ort.

 

Wenige Kilometer weiter besuchten wir Heinz-Jürgens Freund Josef Oswald (vormals tätig am Pädagogischen Institut = Vertragspartner der europäischen Bildungspartnerschaft und zukünftig Gymnasiallehrer), bisher Projektverantwortlicher seitens des Pädagogischen Institutes. Hier haben sich dessen Rahmenbedingungen geändert. Im Mittelpunkt stand daher das Gespräch um die Fortsetzung in der Projektarbeit als externer Mitarbeiter. Die von Josef dazugebetene junge Studentin Melinda zeigte uns die Ferienanlage Iglauer Park mit seinen schmucken Holzhäusern und der hotelähnlichen Villa, die bestens für mehrtätige Seminare und Tagungen geeignet ist ... Melinda ist eine der beiden Hospitantinnen, die im Rahmen des europäischen Bildungsprojektes der Bürgerschule Apen (Deutschland) einige Augustwochen im Hause Heinz-Jürgen Ahlers und dessen Familie zu Gast sind.

 

Die sehr gut ausgebaute West-Ost-Straße B8 führte uns über Herend, wo wir in der berühmten Porzellanmanufaktur eine Mini-Stipvisite machten. Über Veszprém und Zirc ging es zurück nach Bakonynána. Elisabeth, Joszéf und Venczel András (Onkel von Miklós) fuhren mit uns zum Mittagessen in ein ca. 10 km entferntes neues, modernes Waldhotel. Nach dem guten Essen (Gemüsesuppe, dekoratives Putengeschnetzeltes und  cremiger Nachtisch) machten wir einen angenehmen entspannenden und erholsamen Spaziergang durch das angrenzende Arboretum (parkartiger Wald) und betrachteten die umliegenden Sehenswürdigkeiten (Steinberg mit Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert, Haus der Gräfin, Puszta (Bauernschaft), herrlicher Weitblick ins Land ...

 

Wieder zurück, hatten wir Appetit auf Kaffee und Kuchen, der im Hause Simon gestillt wurde. Wir besprachen Einzelheiten unseres geplanten Herbstbesuches und beeilten uns, die zweite Halbzeit des Fußballspiels (Bakonynána gegen Zirc, alte Herren über 40) auf dem neuen Sportplatz im Kreise der begeisterten Zuschauer zu erleben. Man trennte sich torreich 3 : 3 unentschieden, Spieler und Zuschauer waren zufrieden.

 

Es schloss sich ein sehr netter Abend bei Familie Reichardt (Vater Janós, Mutter Jólan, Tochter Hajni, und deren Freund Péter, Sohn Janós und Sohn Péter) an. Dort waren Heinz-Jürgen, Talea und ich zu Gast. Wir besichtigten den sehr großen Garten, in dem alles im Sinne der familiären Selbstversorgung wächst: Paprika, Bohnen, Kartoffeln, Gemüse, Obst usw. und für das Vieh (Schweine, Geflügel) Futtermais usw.

 

Einen solchen großen Garten zu pflegen, macht die Familie gerne. Janós (früher Elektriker im Bergbau) ist Rentner und stellt als besonderes Hobby nette Holz-Gebrauchsartikel her. Wir bekommen Holz-Frühstücksbrettchen auf Ständer und ein Nudelholz geschenkt ... Beim üppigen Festmahl sitzen wir neun Personen zusammen und unterhalten uns sehr angeregt und interessant über das Leben in ungarischen und deutschen Familien, über die Jugend, Computer und die Zukunft. Das Reden geht bei Bier und Wein noch viel leichter. Nur ungern - aber es wurde Zeit, nach Hause zu gehen - verließen wir Familie Reichardt, bei der wir uns hier nochmals sehr herzlich für die frohen Stunden und die große Gastfreundlichkeit bedanken. Köszönöm Familie Reichardt. Ehepaar Reichardt war mit zum Besuch in Jade gewesen (27.06.-03.07.2002) und Sohn Péter, Tochter Hajni.

 

 

 

Sonntag, 28.07.2002

 

Wir frühstückten mit Miklós und Zita und Onkel András, der zum Dolmetschen dabei ist. Der Tisch war üppig gedeckt. Es gab Brot-Hörnchen, Butter, 2 Sorten Marmelade, Akazienhonig, Tomaten, Paprika, Salami, Käse, Rührei, Früchtetee ....

 

Gegen 09.30 Uhr trafen wir uns bei Elisabeth und liefen weiter zur Kirche, zum Besuch der Sonntagsmesse, in der die Kirchenlieder teils auf deutsch gesungen wurden. Der Pfarrer hatte seine Andeutung wahrgemacht: unsere Glocke war bereits im Kirchenraum neben der Sakristeitüre angebracht. Der Pfarrer begrüßte uns, berichtete der Gemeinde über die Glockengabe und deren Bedeutung. Darüber freuten wir uns sehr, schließen wir doch daraus, dass dieses symbolhafte Geschenk gut angekommen ist. Natürlich mussten und durften wir das fotografieren.

 

Draußen, an der großen Treppe des Kirchenvorplatzes verabschiedeten wir uns von vielen netten Menschen, die wir während dieses Besuches sicher nicht wiedersehen würden: Czepek Kornélia, Venczel András, Reichardt Janós, die Frauen des Singchores seien stellvertretend für viele andere genannt.

 

Das Heimatmuseum wurde kurz besichtigt, dort wo Gerätschaften, Bekleidung, Bilder, Möbel und Handarbeiten stumm vom Leben erzählen.

 

Familie Kropf bat ich zum Fototermin in ihren Garten. Dort auf der Hollywoodschaukel, nahe dem Tennisplatz, wurde der Moment im Bild eingefangen, bevor die Kinder Micki und Tomi mit den beiden Jungkätzchen weiterspielten. Zum Abschiedsmitagessen saßen wir mit Familie Kropf am Tisch, herzlich über die Späße der beiden Jungens, die sich mit bunter Kreide angemalt hatten, lachend.

 

Nach Nudel-Vorsuppe und knoblauchgewürzter Zwischenspeise gibt es eine bunte Gemüseschale, Schweinekoteletts und Putenfilets, Reis, diverse Beilagen als Hauptspeise; abgerundet durch die Nachspeise süßer Kuchenstücke. Zita ist eine hervorragende Köchin und ich bin 1 kg schwerer.

Nichts desto trotz machte sie uns ein großes Futterpaket mit Brot, Obst, Süßigkeiten für die Rückreise zurecht, auf das Miklós noch eine Flasche Unikum zu packen weiß. Ähnlich machte Elisabeth für Heinz-Jürgen Wegzehr zurecht. Vielen Dank Miklós, Zita, Elisabeth, Janós, Jólan ... für eure Gastfreundschaft!

 

Der schlimmste Augenblick des Besuches, der Abschied, geht lachend von sich. Denn wir wissen, Anfang Oktober sind wir wieder hier im schönen Bakonynána. Mit kleinen Küssleins auf die Wangen verabschieden wir uns von Miklós, Zita, Ferenc und Elisabeth, deren Tochter und Mann gerade gekommen waren, steigen ins Auto, hupen und winken, bis wir niemanden mehr im Rückspiegel erkennen können und schauen nach vorne, Ziel Heimreise. Auf anderem Wege durch Orte des Bakonygebirges und der Tiefebene gelangen wir nach Csorna, biegen kurz vor Sopron ab, nehmen den  kleinen Grenzübergang Deutsch-Kreutz, wo wir rasch über die Grenze kommen. Über Eisenstadt kommen wir wieder nahe an Wien heran, biegen die ausgeschilderte Strecke nach St. Pölten - Linz ab, erreichen mit kleinen Pausen und Fahrerwechseln gegen 20.00 Uhr Passau, gegen 23.00 Uhr Würzburg, wo wir auf der Autoraststätte Haidt uns paar Autoruhestunden gönnen. Die mitbekommenen Getränke und Brötchen, Obst und Süßigkeiten wurden unterwegs gern verzehrt.Gegen 05.00, gewaschen und gefrühstückt (Tee, Rührei) kommen wir gut an den Verkehrsknotenpunkten Würzburg, Fulda, Kassel, Hannover vorbei und sind gegen 10.00 Uhr auf der Raststätte Langwedel kurz vor Bremen. Dort holt Frau Christel Ahlers mit dem Auto ihren Heinz- Jürgen ab, sie bringen Talea nach Jaderberg, während ich meinen Termin in Bremen beim Chorverband wahrnehmen kann.

 

Am Abend zu Hause, begann das Erzählen über die schönen Tage, die gute Fahrt, den netten Aufenthalt und die lieben Menschen in Bakonynána und wir sind jetzt immer noch dabei. E-mail und Telefonat mit Elisabeth bestätigten unsere gute Rückkehr.

 

Wir bedanken uns bei allen Freunden in Bakonynána sehr für die netten Gespräche, die Gastfreundschaft und die frohen Stunden der gemeinsamen Zeit. Wir freuen uns auf das nächstemal, wenn es vom 29.09. bis 07.10.2002 für den Gemischten Chor Jaderberg und weiteren Personen aus der Gemeinde Jade heißt: auf nach Bakonynána.

 

Zunächst aber rufe ich: Köszönöm! Viszontlátásra Bakonynána!

 

31.07.2002

Ferdinand Emmrich.