2002 Zeitungen Újságcikk

 
 
 
 
  Wilhelmshaven Senckenberg-Institut
 

Die Gäste fahren als Freunde nach Hause

 

Dokumentation des Besuchs aus Bakonynána in Jade

vom 27.06. bis 03.07.2002

 

Diese Dokumentation aus der Sicht des Einzelschreibers erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Sie möchte nur dazu beitragen, das in Erinnerung zu rufen, was geschehen ist und in unseren Herzen Platz findet. Mögen schriftliche Ergänzungen und Fotos von anderen Beteiligten die Dokumentation ergänzen.

 

Leider sind wir in Europa noch nicht so weit, dass ein solcher Besuch spontan geplant und kurzfristig durchgeführt werden kann. Da ist die Organisation des eigentlichen Besuchsprogrammes noch das einfachste, liegt es doch in unserer persönlichen Bereitschaft, was wir daraus machen. Zeitaufwendiger und schwieriger sind die offiziellen Formalitäten. Diese sind zu kennen und zu erledigen. Die Finanzierung ist über entsprechende EU-Programme zu beantragen und wird hoffentlich gewährt. Die Unterstützung durch Rat und Verwaltung seitens der politischen Gemeinde Jade ist in diesem Ablauf unerläßlich und wird mit Dank in Anspruch genommen. Tipps und Informationen bekamen wir auch von vielen Einzelpersonen und Institutionen, denen im Rahmen dieser kleinen Besuchsdokumentation unser Dank gebührt. Dies alles zusammen, das eigene Engagement und vor allem die Begegnung der Menschen aus Bakonynána und Jade machen dann den Besuch zu einem unvergesslichen und freudigen Erlebnis.

 

Über das erste Miteinander-Bekannt-Werden der vorausgegangenen Kontakte und Besuche entwickelten sich durch e-mails und Telefonate engere Beziehungen zwischen den Menschen in Jade und in Bakonynána. Nachdem im Herbst 2001 der Musikverein Schweiburg und Ehepaar Emmrich (Jaderberg) in Bakonynána eine herrliche Besuchswoche verlebten, sollten, wollten und konnten Bürger aus Bakonynána nun nach Jade kommen. Vereinbart war zwischen Elisabeth (Simonné Rummel Erzsébet) und Ferdinand Emmrich lediglich die für beide Seiten mögliche Zeit in den Sommerferien:

 

27.06.2002 (Ankunft) bis 03.07.2002 (Abfahrt). Das war zunächst alles, was wir wussten. Während Elisabeth auf ungarischer Seite alles in die Wege leitete, sprach Ferdinand Emmrich bei der Gemeinde Jade vor und fand dort offene Ohren für sein Anliegen. Hier dürfen Frau Traute Altstadt und Herr Günther Hellwig besonders und stellvertretend für auch andere genannt werden. Allerdings drängte die Zeit. Rat und Verwaltung mussten (zumindest für die Zwischenfinanzierung oder ein mögliches Sponsoring) ihr OK geben, ein Programm im europäischen Geiste musste rasch aufgestellt werden (Ferdinand Emmrich) und bis 31.03.2002 nach Brüssel eingereicht werden (Gemeinde Jade).

 

Um möglichst viele Vereine und Organisationen in das Besuchsprogramm integrieren zu können, wurden diese angeschrieben und das Partnerschaftsvorhaben wurde vorgestellt. Es bildete sich die Jader Vorbereitungsgruppe, bestehend aus Dieter Büsing (Musikverein Schweiburg), Heronika Hahn (Landfrauen), Ilse  Jordan (Kirchengemeinde) und Ferdinand Emmrich (Organisation der Partnerschaft). Dank an dieser Stelle auch den mithelfenden Ehepartnern. Gastgeber für Übernachtung und Frühstück zu finden, war gar nicht so schwer, wie zunächst gedacht. die Gastgeber wurden auf einem Informationsabend im evangelischen Gemeindehaus Jaderberg umfassend informiert. Das kam sehr gut an und hat die Bereitschaft dieser Menschen sicher positiv beeinflusst. Ihnen gilt unser besonderer Dank. Die Liste der Gastgeber ist gesondert vorhanden.

 

Der Vorbereitungskreis modifizierte das umfangreiche Programm. Es beinhaltete für jeden Tag,  neben gemeinsamen Veranstaltungen,  Alternativen für Erwachsene und Jugendliche, auch für besonders schönes und besonders schlechtes Wetter. Besonderer Wert war, wegen der finanziellen Förderbarkeit seitens der EU, auf ein europäisch ausgerichtetes Programm zu legen. Dennoch mussten Freizeiten, Einkaufsmöglichkeiten und last but not least Zeiten für Gespräche in den Gastgeberfamilien berücksichtigt werden, was letztlich aber zu kurz kam und bei späteren Besuchen verstärkt zu berücksichtigen ist.

 

Wir haben uns einigemale im Vorbereitungskreis getroffen, um hier das Machbare auszuloten und die Aufgaben zu verteilen. Mit den zu besuchenden Organisationen waren schriftlich oder persönlich Termine und Inhalte abzustimmen, mit den Lokalen waren Preise zu verhandeln, die Gemeindeverwaltung wurde auf dem laufenden gehalten, mit den Freunden in Ungarn waren Personenliste und Übernachtungswünsche abzustimmen usw. Die Vorbereitungsarbeit war in dieser Größenordnung völlig neu für uns, hat aber - je mehr man sah, dass es klappt - auch unheimlich viel Freude gemacht und wurde gerne übernommen. Schließlich haben wir das Ziel der möglichen Partnerschaft mit den Menschen in Bakonynána vor Augen!

Endlich war es so weit:

 

 

Donnerstag, 27.06.2002

 

Aus Telefonaten wussten wir, wo in etwa der Bus unterwegs war. Dann waren es noch wenige Stunden bis zum Wiedersehen. Talea und Ferdinand Emmrich sowie Anneliese Fischer standen nahe der Autobahnabfahrt Jaderberg, Ferdinand schwenkte die von im gekaufte große ungarische Flagge, die uns in den nächsten Tagen auch überall hin begleitete.

 

Da, da kam der große weiße Bus, aus dem heraus gewunken wurde. Hallo, liebe Freunde, hallo! Helloooo! Kleine Umarmungen und herzliche Begrüßung vorab, um die freudige Spannung zu mildern. Prima, jetzt seid Ihr da, wir freuen uns! Dann fuhr der PKW voraus und mit großem Gehupe schwenkten wir auf dem Parkplatz beim Musikverein in Schweiburg ein. Die niedersächsische und die ungarische Flagge wehten am Mast, leichter Regen liess alle schnell ins Vereinsheim springen.

 

Endlich sind wir da! sagten die Ungarn nach 21 Stunden Fahrt. Endlich seid Ihr da! riefen Musikverein und die anwesenden Gasteltern.  Mein am PC  gefertigtes buntes Banner mit dem Isten hozta, Bakonynána! Herzlich willkommen Bakonynána! wurde ausgebreitet.  Jetzt merkte man von Müdigkeit nicht mehr viel. Es wurde nicht geredet, es wurde geschnattert, herrlich war s, fröhliche Stimmung war s, die uns auch die ganzen folgenden Tage begleitete.

 

Irgendwie fand jeder einen Platz an den gedeckten Tischgruppen im Vereinsheim Alte Sägerei des Musikvereins Schweiburg. Hausherr Dieter Büsing hiess alle Gäste herzlich willkommen, wünschte den Gästen guten Appetit zur kräftigen Suppe. Das tat gut. Etwas Warmes braucht der Mensch... Und natürlich viel Weißbrot, wie es in Ungarn üblich ist....

 

Gemäß der vorbereiteten Unterlagen konnten Gäste und Gastgeber rasch zusammengeführt werden und sich miteinander bekannt machen. Gegen 23.00 Uhr nahmen die Gastgeber die Gäste im PKW mit zu sich nach Hause, nach Schweiburg, Jaderaußendeich, Jaderkreuzmoor und Jaderberg, wo sicher irgendwann Ruhe und Schlaf einkehrten ...

 

Jetzt sind sie endlich da, unseren ungarischen Freunde, Simon Elisabeth, Nagy Kati, Kropf Miklós und Zita und alle netten anderen Leute aus Bakonynána. Insgesamt (mit den beiden Busfahrern) 43 Personen, davon 15 Jugendliche und 28 Erwachsene. Und ich hoffte, dass diese sich auch so auf den Besuch freuten wie wir.

 

Hier sei auch den Busfahrern herzlich gedankt, dass sie unsere Freunde gut hin und her brachten. Auch für die kleinen Fahrten des Besuchsprogrammes stand der Bus weitgehend zur Verfügung. Dort, wo dies nicht möglich war, haben die Gasteltern dankenswerterweise Fahrdienste übernommen.

 

Die Besuchsbegleitung wurde von Ferdinand und Talea Emmrich und weitgehend auch von den anderen Mitgliedern des Vorbereitungskreises und deren Ehepartnern übernommen. Und bei den besuchten Organisationen gilt es, diesen mit ihren vielen Helferinnen und Helfern zu danken.

 

 

 

Freitag, 28.06.2002

 

Nach der langen Fahrt der Ungarn sollte das Programm erst um 09.30 Uhr losgehen. Wecken, Frühstücken bei den Gastgebern, ein für unsere ungarischen Freunde, die teilweise viele Jahre nicht Urlaub gemacht hatten bzw. noch nie in Deutschland waren, sicher erstes Erlebnis. Um 09.00 Uhr fuhr der Bus ab Schweiburg (Haltestellen bei der Feuerwehr und an der Alten Sägerei ) über Jaderaußendeich nach Jaderberg (Haltestelle Schulzentrum, Jader Str.) zum Rathaus nach Jade.

Rat und Verwaltung waren, trotz Urlaubszeit, gut vertreten. Die Presse war anwesend. Es wurde sich bekannt gemacht und fotografiert. Dann baten uns Bürgermeister Friedrich Janßen und Gemeindedirektor Günther Hellwig in den Ratssaal. Auf den aufgelockert hingestellten Tischgruppen standen erfrischende Getränke, von Wasser bis Sekt und viel Gebäck. Und eine durchgehende Stuhlreihe an den Wänden ermöglichte den über 70 Anwesenden, Platz zu nehmen. Nicht als abschließende Aufzählung, sondern vom interessierten Umfeld her rein informativ sei erwähnt, dass neben der ungarischen Gruppe, Rat und Verwaltung der Gemeinde Jade unter Leitung von  Bürgermeister und Gemeindedirektor, die Gastgeber, die Besuchsbegleiter, die Presse und Vertreter der zu besuchenden Vereine als auch interessierte Bürger anwesend waren.

 

Bürgermeister Friedrich Janßen begrüßte die ungarische Gruppe und alle Anwesenden sehr herzlich und wünschte einen angenehmen Aufenthalt in der Gemeinde Jade. Man streifte Geschichte, Struktur und Kultur im kurzen Abriss. Die angesprochene Möglichkeit zur Partnerschaft zwischen Bürgern und den Verwaltungen beider Gemeinden wurde von Bakonynána's Bürgermeister Kropf Miklós herzlich erwidert. Miklós bedankte sich im Namen aller Bürger aus Bakonynána für die Besuchsmöglichkeit. Partnerschaftlicher Gedankenaustausch, Begegnung der Menschen in Frieden und Freundschaft, Besuche und gemeinsame Aktivitäten auf vielschichtigen Ebenen werden angestrebt und wurden von beiden Bürgermeistern herausgestellt, mit dem offiziellen Ziel der Bürger- und Bildungspartnerschaft beider Gemeinden. Nur wenn die Bürger beider Orte dies wollen und leben, kann das Ziel erreicht werden. Wir sind optimistisch, der gute Auftakt ist gemacht!

 

Zur Überraschung aller überreichte Kropf Miklós ein dickes Buch: BAKONYNÁNA TÖRTÉNETE Die Geschichte von Bakonynána 2002, geschrieben in ungarisch und in deutsch! Das Buch war in diesen Tagen fertiggestellt und extra für den Besuch in Kleinauflage vorab gedruckt worden. Druckfrisch erhielten wir in Jade die ersten Exemplare. Welche Ehre und Freude für uns! Danke Bakonynána! Die offizielle Vorstellung des Buches erfolgt ca. am 26. Juli 2002, dem 175. St.-Anna-Kirchweihtag in Bakonynána!

 

Die Jugendlichen aus Bakonynána und ihre Lehrerinnen sangen einige Lieder  zur Begrüßung, weitestgehend in deutsch. Das war eine nette Geste. Das windige Regenwetter draußen konnte der guten Laune keinen Abbruch tun.

 

Besucht wurde anschließend das Holzsägewerk und Baumaterialien-Unternehmen Diekmann im Jader Gemeindeteil Diekmannshausen. Der Seniorchef führte durch die Hallen und Betriebssanlagen. Es war sehr interessant. Die große Wälder gewohnten Ungarn (Bakonynána liegt in einer der größten, ausgedehnten Buchenwaldregionen Ungarns) fragten natürlich: Ihr habt hier ein Sägewerk, wo ist der Wald? Nun, Import aus Kanada und Skandinavien macht es möglich.

 

Den ersten Blick auf das Meer, den Jadebusen, machten wir am Sieltor in Wapelersiel, dessen Sinn und Aufgabe uns von dem uns begleitenden Bürgermeister Friedrich Janßen fachmännisch erklärt wurde. Ein kurzer Gang in die zur Funktion des Sieltores erforderliche Maschinenhalle schloss sich an.

 

Zum Mittagessen gab es im Landgasthaus Diekmann eine kräftige, sehr gut gewürzte Erbsensuppe, mit nachgeliefertem Brot. Ja, das muss immer dabei sein.

 

Ab 14.00 Uhr besuchten wir die Wasserkaskade des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) in Diekmannshausen. Hier erlebt man hautnah die Geschichte der Trinkwasserversorgung an Modellen, im Vortrag, an Dias, man sieht die Maschinen und Geräte und die beeindruckende, hohe sprudelnde Trinkwasserkaskade. Die Erläuterungen waren sehr aufschlußreich, haben doch die Bürger Bakonynána's ihr Trinkwasser aus den gut 300 m tiefen Quellen des Bakonygebirges hervorzupumpen und in das teilweise neue Versorgungsnetz einzuspeisen. Weil wir gerade beim einspeisen sind: es gab abschließend ein ordentliches Stück Erdbeerkuchen mit Sahne, Tee und Kaffee satt. Danke dem OOWV!

 

Wenige Kilometer weiter fuhren wir zum Strand nach Sehestedt, einem weiteren Teil der Gemeinde Jade. Springflut war für heute nachmittag 15.00 Uhr angesagt. Die Camping-Wohnwagen, die außendeichs direkt am Ufer stehen, standen alle unter Wasser. Die Menschen versuchten, Ihre Habe zu sichern oder zu den Autos hinter dem Deich zu bringen. Es war ein Schauspiel der übermächtigen Kraft des Meeres. Sichtlich beeindruckt fuhren wir ein Stück weiter, wo wir das welteinzigartige Schwimmende Moor zu sehen bekamen, ein Hochmoor-Naturschutzgelände, das außendeichs, also direkt am und im Wasser liegt, wo bis vor ca. 50 Jahren noch Menschen, heute die brütenden Wasservögel ihre Heimat haben.

 

Die Natur- und Tierwelterkundung der Jugendlichen auf dem Pirschgang des Hegeringes Jade musste wegen des Regenwetters ausfallen. Stattdessen geleiteten Nagy Kati und einige Erwachsene von uns die jugendliche Gruppe in den Jaderberger Einkaufsmarkt, was dankend angenommen wurde, wie aus den gekauften Getränken und Süßigkeiten und der geschenkten Tafel Schokolade rückzuschließen ist.

 

Die Erwachsenen wurden sehr herzlich von Ehepaar Steffens gegen 17.00 Uhr im Haus der Jan-Oeltjen-Stiftung in Jaderberg empfangen.

Sehenswert war die aktuelle Malereiausstellung, hörenswert waren die Erklärungen, interessant war die Führung durch die internationale Kunstausstellung, ein Besuch den man jedem einheimischen Bürger und jedem Gast nur empfehlen kann, auch, wenn er, im Gegensatz zu uns, keinen Sekt bekommt. Lür Steffens erläuterte interessant plaudernd und die Gäste horchten so gebannt, dass die nachfolgende vorgesehene Abendzeit in den Gastgeberfamilien ungewollt gekürzt wurde. Dank an Ehepaar Steffens, Dank an die Jan-Oeltjen-Stiftung. Kropf Miklos überreichte hier, wie an den anderen Besuchsstätten ein Exemplar des druckfrischen Buches über die Geschichte von Bakonynána. Dann fuhr man zu den Gastgeberfamilien. Kropf Miklos, Zita und Elisabeth waren mit Edwin Witt kurz zu Gast bei Ehepaar Emmrich, um den nächsten Tag und die Partnerschaftsgründung am kommenden Tag durchzusprechen. Der erste erlebnisreiche Tag ging seinem Ende zu.

 

 

 

Sonnabend, 29. Juni 2002

 

Unsonnig und nur zeitweise trocken, wie alle regenwindigen Tage in dieser Zeit, begann das offizielle Besuchsprogramm heute bereits um 08.00 Uhr. Teilweise wurden die Gäste von ihren Gastgebern begleitet, teils fanden sie schon selbst den Weg zu den Bushaltestellen-Treffpunkten.

 

Für den Vormittag war für Erwachsene und für Jugendliche ein getrenntes Programm vorgesehen.

Die Jugendlichen trafen sich um 09.00 Uhr beim Verein Christlicher Pfadfinder VCP Jadeburg am evangelischen Gemeindehaus in Jaderberg. Dort waren Kohte und Jurte (Zelte) aufgebaut. Die Pfadfinder (Jungen und Mädchen) unter der Leitung von Pastor Michael Kühn erwarteten die ungarischen Jugendlichen sehr. Sie hatten sich bestens vorbereitet, um den jungen Ungarn das christliche Pfadfinderwesen zu erläutern, den Zeltaufbau zu zeigen und das praktische Pfadfinderleben zu demonstrieren. Natürlich mit Beschaffung und Vorbereitung der Mahlzeiten. Leider war ich nicht dabei, aber es muss sehr interessant und prima gewesen sein, denn alle waren - als wir uns nachmittags wiedertrafen - hellauf begeistert.

 

Begeistert hat uns und findet unsere hohe Anerkennung, dass die jungen ungarischen Lehrerinnen um Nagy Kati bei den Jugendlichen blieben, mit ihnen das folkloristische Abendprogramm einstudierten und immer helfend sich um die Organisation der gemeinsamen Veranstaltungsteile und um die Belange der Jugendlichen insgesamt kümmerten und sich sehr verdient gemacht haben.

 

Die Erwachsenen hatten es am Sonnabendmorgen nur vermeintlich leichter, da sie mit dem Bus gefahren wurden.

Was erwartete sie? Es war ein Besuch in einem der technisch modernsten Betriebe unserer Region überhaupt: dem Kernkraftwerk Unterweser in Kleinensiel bei Rodenkirchen, in der benachbarten Gemeinde Stadland. Es wurde uns ermöglicht, am sonst ausnahmsweise freien Samstag das Kraftwerk unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen, aktuellen, strengen Sicherheitsvorkehrungen  zu besuchen.

 

Windeifrig flatterte die ungarische Fahne vor dem Gebäude des Informationszentrums, was vielfach im Foto festgehalten wurde. Herr Bergmann, Leiter des Informationszentrums, begleitete uns den ganzen Vormittag unermüdlich und charmant. Er liess sich darauf ein, möglichst langsam zu sprechen und so wenig wie möglich technische Fachausdrücke zu benutzen. Wir deutschen Mitbesucher hatten selber schon Probleme, den Sachverhalt der Erklärungen zu begreifen, was muteten wir denn unseren ungarischen Freunden zu! Nun, es ging gut, besser als gedacht. Herr Bergmann begann seine Erklärungen an der fotogenen Großturbine, um uns dann sehr spannend, verständlich und lehrreich an den Modellen im Informationszentrum die erdbebensicheren Gebäude, die Funktion und Wirkungsweise der Aggregate zur Stromerzeugung und die hohe technische Sicherheit der Gesamtanlage darzustellen. Ein sehr informativer medienunter-stützter Vortrag mit PC, Beamer, Video und Großleinwand schloss sich an. Simonné Rummel Erzsébet (Elisabeth) und Moor Balázs gilt unser besonderer Dank für ihre konzentrierte und sicher nicht immer ganz einfache Dolmetscherarbeit im Kernkraftwerk. Generell gilt: Unsere Besucher verstehen teilweise sehr gut und sprechen Deutsch; die älteren mit süddeutschen Akzent, die Jugendlichen fast reines Hochdeutsch. Aber die hochmoderne technische Welt fordert von jedem beim Zuhören viel Konzentration, da hilft die Übersetzung in die heimatliche Sprache doch sehr.

 

Helfende Hände hatten eine kräftige Goulaschsuppe vorbereitet und ein kaltes Buffet aufgebaut, das wir gerne und tüchtig abbauten. So gestärkt fuhren wir zum Weser-Fähranleger, in dessen Nähe die Großbaustelle für die Weseruntertunnelung zu sehen war.

 

Pünktlich gegen 15.00 Uhr trafen die Erwachsenen auf dem Anwesen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Jaderberg ein. Dort waren die Jugendlichen bereits in DRK-Übungen eingebunden, malten sich an oder retteten Verletzte , in Zweifel stärkten sie sich bei Kaffee und Kuchen. Es war ein lebhaftes, buntes Treiben, das allen sicher viel Spaß gemacht hat. Die DRK-Leiterin, Hanna Zschoppe, hatte mit ihren Mitarbeiterinnen drinnen eine große Kaffeetafel für die Gäste und den DRK-Seniorenkreis gedeckt. Der selbstgebackene Kuchen schmeckte lecker, die Grußworte beider Bürgermeister waren passend und hielten sich in Grenzen. So blieb auch etwas Zeit für Hanna Zschoppe, die DRK-Stelle mit Kleiderkammer, Sozialstation usw. und die damit verbundene gesamte praktische Arbeit ein wenig zu erklären. Das Interesse der Gäste war groß und vielleicht kommt es ja in näherer Zukunft zur Bildung von ähnlichen Einrichtungen in Bakonynána. Ein lohnenswertes und gutes Zeichen praktischer, partnerschaftlicher Zusammenarbeit.

 

Teils mit dem Bus, teil privat wurden die erwachsenen Gäste zum Frischmachen zu den Gastgebern gefahren, denn der Abend sollte zum Höhepunkt des Besuchsprogrammes werden.

 

Gegen 19.00 Uhr waren wieder alle in Jaderberg, diesmal aber im Restaurant Schützenhof , wo Ingrid Siemen mit ihrem Team den ungarischen Gästen ein leckeres und reichliches warmes Essen (Kartoffeln, Kroketten, div. Fleischsorten und buntes Gemüse, Nachtisch: Rote Grütze) servierte. Nach und nach kamen auch die deutschen Abendgäste, der Saal füllte sich, wir waren gut 130 Personen, darunter Abordnungen von Rat und Verwaltung, von Vereinen und allen am Besuch interessierten Gruppierungen. Es war schön und ich danke, dass es so viele wurden. In dem Moment hätte ich am liebsten ganz Jade und ganz Bakonynána im Saal gehabt. Hinzu kamen die bunte Gemeinschaft der rund 45 Jugendlichen, die auf der Bühne und davor Platz fanden. Es war schön eng und proppevoll als das offizielle und dennoch bunt-lockere Programm begann:

 

Die Jagdhornbläser des Musikvereins Schweiburg eröffneten den Abend mit kurzen, lebhaften Stücken und bekamen verdienten Beifall.

 

Ferdinand Emmrich hatte für Programmzettel und Tischdekoration gesorgt und führte als Moderator gekonnt und nett durch das Programm, dessen nächster Punkt die Ansprache von Friedrich Janßen, Bürgermeister von Jade, war. Dieser ging in lockerer Art auf die Bedeutung dieser Begegnung und deren Vorgeschichte ein und betonte, dass er den Eindruck habe, dass Bakonynána und Jade gut harmonieren. Im Scherz schlug er den Austausch beider Bürgermeister für wenigstens 3 Monate vor und schloss sinngemäß mit dem Wunsch: Mögen diesem Besuch noch viele weitere Kontakte der Menschen beider Gemeinden folgen.

 

Ein optisches und tänzerisches Feuerwerk zauberten die jungen Damen der Chearleader -Turngruppe der Feuerwehr aufs Parkett; es war ein Augenschmaus und die meisten hätten diesen Teil gerne länger gesehen. Aber alles, was schön ist, so meint man, dauert zu kurz.

 

Die Jugendlichen hatten unter der Leitung von Nagy Kati, den anderen Lehrerinnen und Michael Kühn gemalt, gebastelt und eine Unterrichtsstunde in deutscher Sprache für diesen Abend vorbereitet. Sie stellten uns ihr ungarisches Heimatland vor, berichteten über politische und geographische Dinge und erheiterten mit ihrer Unterrichtsstunde und dem Sketch Fahrkartenkontrolle in der Eisenbahn.

 

Kurzweilig, interessant und doch inhaltsschwer waren die Worte von Bakonynána s Bürgermeister Kropf Miklos. Er bedankte sich für die Einladung und das ganze hervorragende Programm, ging intensiv auf die Notwendigkeit des zusammenwachsenden Europa ein, nannte als Ziel Ungarns, Partner in und Teil von Europa zu sein und betonte den Wunsch Bakonynána s zur Partnerschaft mit der Gemeinde Jade.

 

Treue und fleissige Übersetzerinnen waren wie immer : Elisabeth und Kati, die beide tragende Säulen der Partnerschaft von Anfang an sind.

 

Der Wirt, Walter Siemen, schaffte einen kleinen Tisch und zwei Stühle herbei, die ungarische und die niedersächsische Tischfahne, vorher am Platz der Bürgermeister, wurden schnell daraufgestellt, Gemeindedirektor Günther Hellwig hielt die beiden Partnerschaftsurkunden und Kugelschreiber bereit. Nun kam der besondere Moment, der offizielle Akt der Partnerschaftsbesiegelung. Die Menschen erhoben sich, die Fotoapparatbesitzer drängten sich um den Pressevertreter Hans-Hermann Wilkens, um auch gute Schnappschüsse von diesem bedeutenden Augenblick zu machen. Man stieß untereinander mit den Gläsern an. Die beiden Bürgermeister hatten die Hände voll zu tun mit Unterschrift, Sektglas und dem kräftigen Händedruck, der lange anhalten musste, bis wirklich alle Fotografen ihr Bild geschossen hatten. Und spontan wurde anhaltend Beifall gespendet. Ja es war nicht nur ein wichtiger, sondern auch ein erhebender Augenblick, den Ferdinand Emmrich in Anlehnung an das Wort des ersten Menschen auf dem Mond so zusammenfasste:  Eine kleine Arbeit für die unterschriftsgewohnten Bürgermeister, doch ein bedeutendes Zeichen und der wichtige Schritt für die nun offiziell begründete Partnerschaft zwischen Bakonynána und Jade. Möge dieser Augenblick unvergessen bleiben und uns immer wieder motivieren, diese Partnerschaft zu fördern und zu leben. Je mehr Menschen sich hüben und drüben daran beteiligen, um so sicherer, interessanter und wirkungsvoller kann diese Partnerschaft zur Verständigung der Menschen untereinander und zum Gelingen des vereinten Europa schon heute beitragen.

 

Der Text der Partnerschaftsurkunde ist im Anhang beigefügt.

 

Es dauerte eine ganze Weile, bis die Menschen wieder Platz genommen hatten. Wer dachte, nun sei alles vorbei, irrte. Denn der Gesang des 11-hübsche-Frauen-Singchores Bakonynána, unter der Leitung von Frau Szöllösi Attiláné Klara erfreute die hörenden Zuschauer. Viele Volkslieder trugen die Sängerinnen in deutscher Sprache vor; eine beneidenswerte Leistung, für die man sich mit viel Beifall bedankte.

 

Der Entdecker und Initiator für die deutsch-ungarischen Partnerschaftsmöglichkeiten im hiesigen Raum ist Heinz-Jürgen Ahlers von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB). In seinem Grußwort betonte er, wie schön es ist, aus einer kleinen Anregung und theoretischen  Möglichkeit hier eine konkrete Partnerschaft in relativ kurzer Zeit entstehen zu sehen.

 

Der Gemischte Chor Jaderberg, trat mit 27 Sängerinnen und Sängern unter der Leitung von Manfred Scholz auf und rundete das Programm mit seinem gekonnten, schönen Liedvortrag ab.

 

Mit der Beantwortung von Fragen in deutsch-ungarisch-gemischten Gruppen schloss der offizielle Teil. Dann spielte die Musikgruppe Schürmann auf zum Tanze...

 

Die Jugendlichen übernachteten in den Zelten der Pfadfinder bzw. im evangelischen Gemeindehaus. Die ungarischen Lehrerinnen, Pastor Michael Kühn, eine Diakonin und Gunda Schmidt, eine der Jader Gastgeberinnen waren als Betreuer dabei.

 

So wie der ganze Besuch im Gedächtsnis der beteiligten Menschen bleibt, wird diesem Tag der Partnerschaftsgründung in der Historie vielleicht einmal eine besondere Bedeutung zukommen.

 

 

 

Sonntag, 30. Juni 2002

 

Über die bekannten Haltestellen sammelten wir alle Personen ab 09.00 Uhr ein, holten die Jugendlichen vom Zeltlager ab und fuhren mit dem Bus in die etwa 8 km entfernte Stadt Varel (c.a 16.000 Einwohner) zur katholischen Kirche. Wir waren rechtzeitig dort und hatten Gelegenheit, die in Form einer Schiffermütze gebaute Kirche etwas zu besichtigen. Die Messe war sehr feierlich, da der bisherige langjährige Pfarrer und Dechant, Hubert Graf von Merveldt, in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die ungarische Besuchergruppe, die Ferdinand Emmrich angekündigt hatte, wurde begrüßt und willkommen geheißen.

 

Es ging zurück nach Jaderberg, jetzt in den Tier- und Freizeitpark. Dort stand der Tag unter unserem Motto Die Welt der Tiere - Tiere der Welt . Anschaulich konnte man hier die einheimische als auch die internationale Tierwelt von nah betrachten.

 

Man konnte prüfen, ob man die Tiere ohne Beschreibung erkennt, wo ihre Lebensräume und wie ihre Nahrungsgewohnheiten sind. Apropos Nahrungsgewohnheiten: Zwischendurch gab es im Zoorestau-rant gegen Mittag ein leckeres Schnitzelgericht. Der Aufenthalt im Tierpark war sehr kurzweilig, sehr interessant und fand großen Anklang, so dass es schwer war, alle zum Mitmachen beim nächsten Programmpunkt zu bewegen. Aber es klappte.

 

Und so waren wir ab 16.00 Uhr Gast beim Jader Reitclub. Hier machten wir einen ausgedehnten Rundgang und erfuhren vieles über die hiesige Pferdezucht, das Füttern und Pflegen der Tiere, die Vermietung der Boxen, das Reiten, das Trainieren mit den Pferden, wir sahen die große Reithalle, in der einige Pferde Dressurübungen absolvierten, waren im Außengelände und diskutierten mit dem Vorsitzenden, Hans Kogler, seiner Tochter und anderen Mitgliedern des Reitclubs über die Gleichartigkeit oder die Unterschiede zur berühmten ungarischen Pferdehaltung. Nach einem reichlichen Büffet mit selbstgebackenem Kuchen bedankten wir uns beim Reitclub und verabschiedeten uns.

 

Nein, Feierabend war noch nicht, denn ein wichtiger und schöner Punkt stand noch auf dem Programm:

 

Aktive Teilnahme am Leben eines ehrenamtlichen Vereines, am Beispiel der Dorfgemeinschaft Jade. Die Dorfgemeinschaft Jade ist ein Zusammenschluß vieler Bürger im Gemeindeteil Jade (da wo das Rathaus und die Kirche sind). Freiwillig und ehrenamtlich wird hier sinnvolle Initiative ergriffen für alle Bereiche des öffentlichen kulturellen und baulichen Gemeindelebens. Hier waren wir zum Gedankenaustausch, zum Grillen, zum Singen und Feiern eingeladen.

 

Die Familien Quathamer,  Nuske, Scholz und viele, viele andere hatten wetterabhängig für draußen oder drinnen alles vorbereitet, Zelte, Tischgarnituren, Bierzapfanlage, Grill und und und standen parat. Es war ein herrlicher, lockerer Abend in freundschaftlicher Atmosphäre. Jeder, der dabei war, möchte dieses Erlebnis nicht missen. Wir sangen um die Wette, tanzten Polonaise und sprachen viel über das Leben in Ungarn und bei uns. Einhellig war man der Meinung, wir wollen uns für die Verbesserung der Lebensqualität und deren Bedingungen im sozial-kulturellen Verhalten sinnvoll einsetzen und voneinander lernen.

 

 

Montag, 01. Juli 2002

 

Ab 08.00 Uhr waren alle wieder mit Schirm und Charme an den Bushaltestellen. Großes Lob für die Pünktlichkeit!

 

Der eine oder andere mag den ersten Programmpunkt heute vielleicht nicht als besonders attraktiv und als unbedingt gerne zu absolvieren angesehen haben. Aber er wurde eines anderen belehrt.

 

Der Bus brachte uns in die 25 km entfernte Regionalhauptstadt Oldenburg (ca.150.000 Einwohner) zum Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa . In der zweiten Etage wurden wir im großen Sitzungssaal vom Institutsleiter, Herrn Prof. Dr. Garleff begrüßt. Vorträge hielten für uns Prof. Dr. Konrad Gündisch und Frau Dr. Heike Müns. Beider Vortrag war charmant, lebhaft. Dr. Gündisch, gebürtiger Kroate begrüßte uns auf ungarisch und blieb weitgehend auch dabei. Ab und zu wurde für die Deutschen übersetzt! Das gefiel unseren ungarischen Freunden verständlicherweise sehr. Sie waren mit Feuer und Flamme bei der Sache und der temperamentvolle Dr. Gündisch zog alle mit seinem Bericht Überblick über die Geschichte der deutschen Siedlungen in Ungarn vom Mittelalter bis zur Gegenwart in seinen Bann. Auch Frau Dr. Müns brachte uns die Forschungen zur ungarndeutschen Volkskunde sehr verständig nahe, musikalische Aufnahmen aus der ungarischen Vergangenheit, mundartliche Gedichte, Fotos, viele Bücher und Tonkeramiken aus verschiedenen Epochen (die Jugendlichen konnten die Epochen erraten ) und Stilrichtungen waren lebendige Zeugnisse wissenschaftlich erforschter kultureller Vergangenheit. Eine Diskussion über die Thematik schloss sich an. Es war wirklich für alle sehr interessant. Wir wären gerne länger geblieben, wenn nicht bereits die Zeit für den nächsten Programmpunkt erreicht wäre. Zum Abschied wurden zwei ungarische Lieder auswendig gesungen. Kropf Miklos überreichte auch hier das neue große Buch

über die Geschichte von Bakonynána. Das war natürlich hier an der richtigen Stelle. Prof. Gündisch bedankte sich sehr. Das Buch ist nun in der Institutsbibliothek für die wissenschaftliche Recherche aufgenommen worden. Das Institut will in seinen Forschungsarbeiten gegebenenfalls darauf zurückkommen. Der Besuchs-Bestätigungsbrief von Prof. Dr. Gündisch ist hier in der Anlage beigefügt. Anschriften wurden getauscht, wir verabschiedeten uns herzlich. Ja das war ein überraschend toller Institutsbesuch!

 

Die nächste Überraschung ließ aber nicht lange auf sich warten. Während alle anderen die 300 m Fußweg zum nahen und großen Famila-Einkaufszentrum liefen, kam Moór Balázs, der ein Buch aus dem Bus holen sollte, nicht wieder. Czepek Kornélia, seine liebe Freundin wartete und wartete auf ihn, Talea und Ferdinand blieben bei ihr. Balázs, der nicht wußte, wo der Bus geparkt hatte, meinte wohl, er würde den Bus schon gleich finden. Dem war aber nicht so.Gut das es Handies gibt. So waren Balázs und Kornélia im Telefonkontakt. Schließlich machte Balázs das Beste, was er in dieser Situation machen konnte: er organisierte an einer Tankstelle seine Taxifahrt und kam die 7 km fröhlich zurückgebraust. Aber was bedeutet schon teures Taxi-Taschengeld, wenn man sich wieder hat. Wir waren happy und eilten den anderen nach, weiteres Taschengeld im Enkaufszentrum loszuwerden.

 

Und wenn Du jetzt neugierig bist, was alles gekauft wurde an Spielzeug, Lederwaren, Süßigkeiten, Dosenbier, Souveniers und und und, so schweigt des Sängers Höflichkeit und sagt: frag doch selber nach. Die Liste der Reiseteilnehmer ist ja in der Anlage enthalten.

 

Für 12.00 Uhr war Weiterfahrt angesagt. Alle waren pünktlich, kurz wurde eine hastige Zigarette am Bus geraucht und dann brausten wir über die hübschen Landstraßen des Ammerlandes durch kleine Dörfer zurück in die Nähe von Jade, nach Dringenburg, zur großen Molkerei Ammerländer Milchwerke . Man muss wissen, dass Nordwestdeutschland mit seinen saftigen, satten grünen Weiden und dem überwiegend schwarzweißen Rindern einer der größten Milchproduzenten Europas ist.

 

Kurt Freels aus Jaderkreuzmoor (bei dessen Familie auch zwei der jugendlichen Gäste wohnten), war lange Jahre Vorsitzender der Molkerei und konnte, zusammen mit dem heutigen Vorstand Strodthoff-Schneider die Führung hervorragend durchführen. Die Landfrauen um Heronika Hahn hatten diesen Programmpunkt prima vorbereitet, sorgten auch für reichlich Käse-Probehappen, Brot und Milchshakes als Imbiss. Wir hörten über den Werdegang der Großmolkerei, in der heute über 200 Menschen Arbeit finden, diskutierten über die Lage der Milchwirtschaft in der EG und besichtigten dann handfest das Betriebsgelände. Wegen der erforderlichen Gesundheitsbestimmungen und Lebensmittelhygiene konnten wir die kompletten Fertigungsstätten hinter Glas sehen. Wir sahen die Produktions- Straßen , dort wo Butter hergestellt und verpackt wurde. Wir sahen, wie verschiedene Käsesorten hergestellt, gewaschen, gesalzen, getrocknet, gelagert und schließlich verpackt wurden. Hohe Qualifikation und Fachkenntnisse der Mitarbeiter, Automation und Computersteuerung gewährleisten die am Markt begehrte Spitzenqualität Ammerländer Butter und Käse. An den Fragen und der Lebhaftigkeit unserer Gäste erkannte man ihr besonderes Interesse an dieser Besichtigung.

 

Dennoch waren wir pünktlich um 15.00 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr Jade, Ortsteil Jaderberg, im Hakenweg, nahe dem Zoo. Montag-Nachmittag ist bei der Feuerwehrjugend Übungsnachmittag. Aber auch die Erwachsenen-Feuerwehr war zahlreich angetreten. Sie standen in ihrer neuen Uniform in der geräumten Fahrzeughalle, um uns gebührend zu begrüßen. Das war ein toller Empfang! Ein paar offizielle Reden, das muss und darf sein, dann gings nach draußen, wo die Feuerwehrjugend einige schnelle Schlauchmontageübungen zeigte. Das Gelände war wie immer poliert. Die Feuerwehr hatte ganz Arbeit geleistet: Fahrzeuge und Geräte waren zum Anfassen aufgebaut. Wir durften alles anfassen, in die Fahrzeuge klettern und unsere Fragen wurden geduldig beantwortet. Die Aufgaben der Feuerwehr nach dem Grundsatz helfen, retten, bergen, löschen wurde an vielen Gerätschaften vom Schneidbrenner bis zur hohen Leiter, vom Atemschutzgerät bis zum modernen Mannschaftswagen gut erläutert. Der Besuch bei der Feuerwehr war sehr interessant und kam bestens an. Vielleicht ergeben sich hier ja auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Jade und Bakonynána, schön und sinnvoll wär s. Das war aber noch nicht alles. Die Feuerwehr hat wohl einen 5. Grundsatz: Gäste werden herzlich aufgenommen und üppig bewirtet. Jedenfalls hatten die Feuerwehrfrauen jede Menge selbstgebackenen Kuchen parat.

 

Kaffee / Tee und Kuchen, wurden in den dafür mit Zeltgarnituren hergerichteten Räumen serviert, wir saßen gemütlich beieinander, als ob wir uns schon ewig kennen. Wer nicht gerade Kuchen schaufelte, wußte seinem Nachbarn / seiner Nachbarin tüchtig zu erzählen.

 

Zur frühen Abendszeit, wenn in der Milchwirtschaft die Melkenszeit beginnt, waren wir auf den großen und modernisierten Bauernhof von Stollberg in Jaderaußendeich eingeladen. Wir wurden durch die weitläufigen Stallungen geführt, erfuhren viel über die milchwirtschaftliche Viehhaltung, die pro Einzeltier computergesteuerte Fütterung und deren Überwachung, Gesundheitsvorschriften und Reinigungswesen in den Stallungen und besichtigten dann den Melkstand, wo die Kühe gerade  abgemolken wurden, ich glaube immer 8 zur gleichen Zeit (oder waren es mehr?). Es war schon sehenswert, was heute ein moderner Milchwirtschaftsbetrieb investieren und leisten muss, um erfolgreich bestehen zu können. Für unsere Besucher war auch diese Besichtigung sehr interessant, wenngleich einige von ihnen auf den Höfen von Gerhard Gerdes, Kurt Freels oder anderen auch schon viel gesehen hatten. Wir diskutierten über die Unterschiede der Landwirtschaft in beiden Ländern und wären heute noch nicht damit fertig, wenn wir nicht freundlich aber bestimmt auf die lange Dreschdiele gebeten worden wären.

 

Dort hatte sich inzwischen die Landvolkgemeinschaft von Jaderaußendeich  versammelt, um die heutige Gelegenheit für ein Sommerfest zu nutzen. Es war ein herrlich buntes Bild über dem die ungarische Fahne wehte. Zunächst wurde für das leibliche Wohl gesorgt: es gab gegrilltes Fleisch und Würstchen ohne Ende, dazu eine Fülle bunter selbstgemachter Salate. Und rutschen muss das auch alles, also gabs Getränke in Fülle und Gezapftes am eigens eingerichteten Stand. Man aß, erzählte, machte sich bekannt. Ide Mengers hielt eine launige Ansprache, begrüßte die Ungarn herzlich. Nagy Kati antwortete in ihrer jugendlich charmanten Art. Und wer sie jetzt noch nicht kannte, wunderte sich über ihr wirklich gutes Deutsch und dass sie keine Furcht hat, vor so vielen Menschen zu reden. Nun, der kennt Kati eben noch nicht ...

 

Heinz Koopmann aus Jaderberg und sein Gast Krén Ferenc (Franz) hatten keine Verständigungsschwierigkeiten, hatten doch beide ihre Ziehharmonika dabei, hatten in den wenigen Tagen so oft es ging, gemeinsam geübt und gaben nun flotte Melodien zum besten. Kati und Ferdinand tanzten zur Melodie von Lustig ist das Zigeunerleben... und andere tatens nach. Nein, die Ungarn sind nach dem Essen nicht faul und träge, sondern lustig und temperamentvoll. Es wurde an den Tischen geschunkelt und gelacht, als stände man im Wein am Ufer des Alten Vater s Rhein.

 

Szöllösi Attiláné und ihr Singchor waren gut präpariert und sangen erfrischend deutsche und ungarische Volkslieder. Viel Beifall war ihr Lohn. Heinz Koopmann und Krén Ferenc machten, teils als Solo, teils im Duett, noch lange flotte Musik. Wer konnte, sang beherzt mit, ab der zweiten Strophe wurde es dann leiser und ging über in das internationale lalala . Gegen 22.00 Uhr brach man langsam auf. Für die Schweiburger fuhr der Bus, die Jaderberger hatten Privat-PKW-Fahrten organisiert. Ab ging s in die Quartiere, schließlich wollte man noch Zeit haben, ausgiebig von diesem schönen Tag zu träumen ....

 

 

 

Dienstag, 02.07.2002

 

Neuer Tag - neues Programm! Bei der Vielschichtigkeit der Besuchspunkte muss man schon ein Tagebuch oder eine Dokumentation schreiben, will man all die schönen Ereignisse in Erinnerung behalten. Ab 08.00 Uhr fuhren wir wieder mit dem Bus, diesmal rund um den Jadebusen nach Nordwesten, in die Marine- und Ölhafenstadt Wilhelmshaven. Das Binnenhafengelände zeigte sich von seiner besten Seite: rechts von der überquerten Brücke die Surf- und Segel-Wasserfläche, links gleitet der Blick zum Binnenhafen, vorbei am maritimen Bontekai, wo russische Segler und alte Küstenfeuerschiffe romantisch ankern, davon rechts die schmale Landzunge mit dem Wohngebiet zwischen Hafen und Jadebusen und geradeaus begrenzt die Kaiser-Wilhelm-Brücke, eine der größten Drehbrücken Europas, den Blick. Wir fuhren am Südstrand mit den Badewiesen entlang, vorbei am Helgoland-Schiffsanleger, wo gerade die Wilhelmshaven zur Fahrt nach Helgoland ablegte. Dort auf dem großen Parkplatz stiegen wir aus und liefen die paar Schritte zum großen, modernen braunen Backstein-Rundgebäude, in dem das Europäische Küsten- und Meeresumweltforschungszentrum Terramare untergebracht ist.

 

Professor Dr. Gerd Liebezeit empfing uns, erklärte uns anhand von Dias praktische meeresbiologische Arbeit im Wattenmeer (= der Bereich zwischen Festland und Inseln). Es ist beantragt, das Wattenmeer in den Katalog des biologischen Weltkulturerbes aufzunehmen. Im Bild sahen wir die bestiefelten Forscher im Watt, nach wissenschaftlichen Methoden den Meeresboden analysieren. Wir sahen die Männer auf dem Forschungsschiff bei ihrer seemännischen Arbeit. Hier Professor sein heißt, handfest und hart am Wind arbeiten zu können, bevor daheim im Labor die Auswertungen erfolgen.

 

Im Laborbereich wurden uns viele Tinkturen, tiefgekühlte und katalogisierte Substanzen gezeigt. Und es wurde erklärt, was das Moostierchen für ein Lebewesen ist und welche große Bedeutung es in der prä-medizinischen Forschung hat. Vom verglasten Dachturm genoß man den herrlichen Weitblick über Stadt und Hafen Wilhelmshaven. Dann stiefelten wir die Etagen runter bis in den Keller, besichtigten Labore und Werkstätten. In letzteren werden die speziellen Werkzeuge und Geräte für die Forschungsarbeit selbst hergestellt. Ich glaube, der Professor kann auch schweißen, zumindest aber seine Mitarbeitercrew. Draußen im Hof sahen wir die roten und grünen Tonnenleger, Schiffsleuchten, dicke Tampen (Taue, Seile) und allerlei stählernes Großgerät für die Forschungs- und Schiffsaus-rüstung. Es war eine interessante, aber andere Welt, die sich hier auftat. Für unsere ungarischen Freunde war diese Forschungsarbeit sicher erstmalig zugänglich. Wir bedankten und verabschiedeten uns von Prof. Dr. Liebezeit und dem Forschungszentrum Terramare.

 

Mit einem kleinen Schwenker vorbei an zwei riesigen 50.000 BRT-Frachtschiffen im Ausrüstungshafen fuhren wir zum Ölhafen, wo leider keine Schiffe lagen. Hier erläuterte Ferdinand Aufgabe und Zweck des einzigen deutschen Tiefwasserhafens, die weit ins Wasser hinausragenden Löschbrücken der Niedersachsenbrücke (Massenstückgut wie Kohle, Sand, Holz usw) und eben die Ölpier , die riesigen oberirdischen Tanks und die viel größeren unterirdischen Tankanlagen in den früheren Salzkavernen ... Wirtschaftliche Überlegungen und die Notwendigkeit der Arbeitsplatzbe-schaffung lassen hier die Planungen für den neuen Großhafen Jade-Weser-Port Wirklichkeit werden, ein Mammutprojekt, das etwa 2008 fertig sein und in dem gut 6.000 Menschen Arbeit finden sollen.

 

Über die Autobahn fuhren wir zurück, machten Halt in Varel, wo im Einkaufszentrum Souvenirs und Geschenke für daheim erstanden wurden. Anschließend gab s im Schweiburger Hof ein Tellergericht Reis mit Putengeschnetzeltem. Mit leichter Verspätung nahm uns dann die Wesermarsch-Gästeführerin Annegret Martens in ihre Obhut. Wir erkundeten mit dem Bus die Wesermarsch, sahen die Weite der Felder mit den windschiefen Bäumen, den grasenden Rindern und den gerade geschorenen Schafen am Deich. In Fedderwardersiel besuchten wir das maritime Museum. Sehr lehrreich waren dort die Ausstellungen der Tier- und Pflanzenwelt, die hier am Wasser zu beobachten ist. Die alte Siedlungsgeschichte wurde am Modell gezeigt, im Museumskeller sah man alte Einrichtungen und Gerätschaften, wie sie noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Gebrauch waren und einen lebhaften Wiedererkennungseffekt unter den Betrachtern auslösten. Höhepunkt aber war die große, tonbandunterlegte Demonstrationsanlage mit der Einwirkung der Gestirne auf Ebbe und Flut. Nirgendwo habe ich bisher so gut verständlich und nachvollziehbar die Entstehung der Gezeiten, Hochwasser, Sturmflut und den Zwischentriumpf der Menschen, dank fortwährendem Deichbau gesehen wie hier. Würden wir auch nur wenige Hundert Meter hoch im Sportflugzeug sitzen, würden wir sehen, wie nah der Jadebusen und damit die Nordsee an unseren Wohnorten ist, wo nicht immer nur fröhliches Strandleben angesagt ist. Da saßen wir jetzt bei Kaffee und Kuchen doch gemütlicher. Man muss es wie wir erlebt haben, den Wind, die kreischenden Möwen, die schaukelnden Fischerboote im geschützten Hafen von Fedderwardersiel oder den weiten Blick über die engste Stelle des Jadebusens, wo man von Eckwarderhörde nach Wilhelmshaven sehen kann und auf halber Strecke der Arngaster Leuchtturm rotweiß aus dem Wasser ragt, bevor der Blick sich auf die offene See verliert, oder wo man meint, die Insel Wangerooge erahnen zu können. Die Küste an der europäischen Nordsee im Abschnitt des Niedersächsischen Wattenmeeres  ist unsere Heimat, die wir unseren ungarischen Freunden zeigen wollten. Die Landschaft, die kulturelle und die wirtschaftliche Lage prägen die Menschen, doch die Weite des Meeres hält sie symbolisch offen für neue Ufer, neue Ziele.

 

Eines davon heißt sicher: leben im friedlich vereinten Europa wo kultureller und wirtschaftlicher Austausch der Menschen möglich ist. Jade und Bakonynnána reihen sich in diese Kette ein.

 

Zurück in Schweiburg, gab es noch einen Riesenspaß: wir wurden in zwei Mannschaften auftgeteilt. Es gab auf den Straßen der Siedlung einen fröhlichen Wettstreit im Besenwerfen . Der zusammengebundene Reisigbesen wird mit Anlauf, großer Kraft und einem kräftigen Schrei so weit weg wie man kann geworfen, gestoßen oder geschleudert. Natürlich geradeaus und nicht in Nachbars Garten. Es gab viel zu lachen und auch gut Schluck zu trinken (Klarer Korn, Weinbrand usw.).

Na, dann man Prost!

 

Gegen 19.00 Uhr waren wir zurück in der Alten Sägerei , dem Vereinsheim des Musikvereins Schweiburg, wo die Abschlußveranstaltung dieser Besuchstage vorbereitet war. Es wurde Resümée gezogen. Der interessante und wertvolle Besuch hat einen plastischen Eindruck vom Leben hier gegeben, hat die Menschen von Bakonynána und Jade miteinander ins Gespräch gebracht, hat Freundschaften wachsen und sich festigen lassen und wird allen Beteiligten unvergessen sein.

 

Nicht nur die Bürgermeister Friedrich Janßen und Kropf Miklos waren sich einig, dass die Partnerschaft auflebt, sondern alle. Beim kalten Büffet bildeten sich diverse Gesprächsgruppen, es war die Teilnahme an einer gemischten Ratssitzung . Es gab Gruß- und Dankesworte. Dann gab es draußen großes Hallo, als die beiden Bürgermeister, gemeinsam auf der Leiter stehend, Hand anlegen und ein besonderes Schild am Haus befestigen mussten: Der Musikverein Schweiburg hatte ein Schild fertigen lassen "Bakonynána-Platz", und so heißt nun der Parkplatz vor dem Vereinsheim. Man lachte und freute sich. Beim wieder einsetzenden Regen feierte man drinnen weiter fröhlich Abschied.

 

Da unsere ungarischen Freunde auch noch ein wenig in den Gastgeberfamilien verweilen wollten und sollten und leider das Kofferpacken auch angesagt war, endete der gemeinsame Tag gegen 22.30 Uhr bei gerade beginnender Dunkelheit. Wer wußte, dass man sich am nächsten Tag zur Abreise nicht wiedersehen würde, verabschiedete sich herzlich mit dem Versprechen, sich wiederzusehen.

 

 

 

Mittwoch, 03.07.2002

 

Auch der schönste Besuch hat einmal ein Ende. Der Abschied ist der wenig schönste Teil des Besuches. Unerbittlich sammelten die Busfahrer ihre Leute ein , die Gasteltern brachten ihre Besucher zu den Treffpunkten. Es war schön zu sehen, wie sich viele beim Warten auf den Bus eingehakt hatten und auf ihre Art Auf Wiedersehen! sagten. Der heftig einsetzende Regen ließ nicht zu, daß man draußen vor dem Bus noch lange Abschied nehmen konnte, was letztlich den Abschiedsschmerz schmälerte. Und ich glaube, ich verrate nicht zuviel Intimes: die meisten mussten sich eine heimlich-stille Träne aus den Augen wischen. Ferdinand sprang mit der ungarischen Fahne noch rasch in den Bus, begleitete die Freunde bis zur Autobahn, schwenkte denm enteilenden Bus die rot-weiß-grüne Fahne nach und rief wie alle anderen:

 

Auf Wiedersehen! Viszontlátásra, Bakonynána!

 

Wie wir tagsdrauf telefonisch erfuhren, waren unsere Freunde in der Frühe des

nächsten Morgen  (04.07.2002) wieder gut nach Bakonynána zurückgekehrt. Jetzt gilt es, die Eindrücke zu verdauen , die geistigen und die Foto-Bilder im Andenken an diese Besuchstage zu bewahren und als Ermutigung, die Partnerschaft weiter zu entwickeln. 

 

Wir sagen den Freunden von Bakonynána DANKE  für ihren Besuch!

Wir sagen danke der Gemeinde Jade, allen Vereinen, Organisationen, Institutionen, Gaststätten und vor allem den vielen einzelnen Menschen, die durch uneigennützes und positives Mitwirken diesen Besuch ermöglichten und sich und in die Partnerschaft zwischen Jade und Bakonynána fördernd einbringen.

 

Jaderberg, 23. Juli 2002

Ferdinand Emmrich.

  Besuch am 1. Juli 2002 im Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa in Oldenburg, Johann-Justus-Weg 147 a. Vortrag auf Ungarisch - magyar nyelv.

Mehr über die Arbeit des Institutes unter www.bkge.de
  Besuch am 2. Juli 2002 im Forschungszentrum Terramare, Schleusenstr. 1, Wilhelmshaven.
Terramare ist Zentrum für Flachmeer-, Küsten- und Meeresumweltforschung.

Mehr über die Arbeit des Forschungszentrums unter www.terramare.de
  2002 Wilhelmshaven Instiutut Terramare
  2002 Zeitungsbericht - Újság

Mehr Fotos - Inkább Fotok

27.06. - 07.07.2002 Fotos - Fotok ...

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  2002 30. Juni, Pfadfinder vor der Kirche in Varel
  2002, 02. Juli, Musikverein Schweiburg gibt für die Ungarn ein Abschiedsständchen.