2005 Oktober Ute und Bernd Passarge (ev. Pastor) mit Elisabeth im Zirc.
2005 Október Ute és Bernd Passarge(lelkipásztor) és Simonné Erzsébet Zircben.

Pastor Bernd Passarge hat ein Video "Bakonynána Impressionen 2005" auf DVD erstellt, das als Kopie bei Ferdinand Emmrich nachgefragt werden kann.

Fotos Kalvarienhügel - Fotók Kálvaria: Kalvarienhügel Kálvaria

 

Ute und Bernd Passarge

 

Reise nach Bakonynána 23.-27. Oktober 2005

 

Hier ist unser Reisebericht.                                                                                    Viele Grüße und nochmals vielen Dank für alles.



Die Strecke war ganz schön lang, aber nach Zwischenetappen bei Freunden und Verwandten leuchtete am Sonntag Abend, den 23. Oktober, endlich im Dunkeln das Ortsschild vor uns auf: Bakonynána.

Elisabeth und Ferenc Simon hießen uns herzlich willkommen. Das Gulasch, für uns zum Eingewöhnen extra mild gekocht, stand schon auf dem Herd und weckte unsere müden Lebensgeister. Elisabeth erzählte uns währenddessen, was sie alles für die nächsten drei Tage für uns geplant hatte und wer uns was zeigen würde. Drei Tage? Wie sollten all diese Unternehmungen in drei Tage hinein passen? Ob das klappen würde?

Seine einzigen freien Tag der Woche widmete uns Pfarrer Lajos Horváth am Montag. Er zeigte uns die St. Anna Kirche, danach besuchten wir mit Elisabeth und ihm die große frisch renovierte Zisterzienserkirche in Zirc und die Altstadt von Veszprém. Dort konnten wir außerhalb der Besuchszeiten das Bischöfliche Palais besichtigen. Man merkte sofort, dass sich Pfarrer Horváth in dem Palais auskennt, denn er führte uns auch in die Bischofskapelle, die für Besucher normalerweise nicht zugänglich ist.

Er war übrigens auch über uns schon bestens informiert. Er hatte sich einige Bilder aus Jade aus dem Internet ausgedruckt. Seinen trockenen Humor und seine sympathische Art durften wir dann beim Abendessen weiter genießen. Bernd traute sich mutig an das Schweinehirn, während Ute doch lieber einen Salat vorzog.

Am Dienstag hatten wir Péter Reichardt und István Czepek als Begleiter. Wir besichtigten die alte Bibliothek in der Zisterzienserabtei in Zirc und besuchten die Burg Csesznek in den Bakony-Bergen. Nach dem Mittagessen schliefen wir erst einmal tief und fest, um die vielen ersten Eindrücke zu verarbeiten.

Am Nachmittag besuchten wir die alten Mühle in Tés mit anschließender Wanderung durch den Wald von Bakonynána zum Wasserfall. Abends waren wir Gäste zum Essen bei Klara Szöllesi und ihrer Familie mit Kati Nagy als Dolmetscherin.

Am nächsten Tag begleitete Kati uns zum Balaton und zeigte uns zusammen mit István die Halbinsel Tihany. Wir testeten dort das Echo (es funktionierte!) und genossen die geradezu sommerlich warme Luft und die Aussicht auf der Gartenterrasse eines Cafés.

Abends waren wir Gäste des Bürgermeisters Miklós Kropf, der uns mit unseren Begleitern im Dorfgemeinschaftshaus zu einem Hirschgulasch mit gutem Rotwein (Hirschblut) eingeladen hatte. Uns scheint, dass die Menschen der Gemeinde mit ihm eine gute Wahl getroffen haben: Er ist ein tatkräftiger Bürgermeister zum Anfassen (wenn er da ist), der immer im Auftrag seines Dorfes unterwegs ist und ganz offensichtlich schon sehr viel für Bakonynána bewegt hat.

Tja, dieses umfangreiche Programm passte tatsächlich in nur drei Tage! Auf der Rückfahrt nach Jade gab es viel Zeit, die Eindrücke zu verarbeiten. Uns bleiben einige Erfahrungen und Eindrücke, die wir nicht mehr aus unserem Herzen streichen können. Ganz herzlichen Dank für all Ihre Gastfreundschaft! Wir haben gespürt, dass Sie alles daran setzen, dass man sich als Gast wohl fühlt. Genau das erzählten uns zu Hause auch schon frühere Besucher aus Jade. Wer diese Gastfreundschaft erlebt, kann nur unendlich dankbar sein für die freundlichen Begegnungen und interessanten Gespräche. Und mit diesem Gefühl der Dankbarkeit sind wir wieder nach Hause gefahren.

Manches im Alltagsleben ist in Bakonynána nicht anders als in Jade oder Jaderberg. Aber es gibt einen Unterschied: Immer wieder fällt in den Gesprächen das Wort "Wende". Sie kennen noch die Zeiten vor der Wende. Und Sie wissen es zu schätzen, dass Sie seit der Wende das Dorf eigenverantwortlich gestalten können. Es bewegt sich einiges - aber man muss es selbst organisieren, in Eigenverantwortung und in Selbstverwaltung. Und wir spürten die Freude und den Stolz, etwas erreicht zu haben, wenn wir zum Beispiel über den frisch renovierten Kalvarienberg an der St. Annakirche geführt wurden.

Durch dieses gemeinsame Engagement vollbringen Sie gemeinsam immer wieder kleine Wunder.

Wir können nur unsere Dankbarkeit ausdrücken und eine freundliche Einladung nach Bakonynána weitergeben: Herzlich willkommen in der Gemeinde Jade!


Ute und Bernd Passarge.

 

Anmerkung: Bernd Passarge war bis Juni 2010 evangelischer Pastor in Jade.