Tagebuch der Ungarnfahrt
19.06. 28.06.2010, 
Edwin Witt

 

Samstag, 19.06.2010

Heute Abend geht s los. Wir treffen uns an der Deichschule. Eine halbe Stunde von der Abfahrt sind schon die ersten Teilnehmer da. Um 18.00 Uhr fehlen nur noch zwei von den 29. Wir entscheiden, die mit dem PKW abzuholen, so dass der Bus nicht noch die Runde über Jaderberg fahren muss.
18.40 Uhr ist dann die Abfahrt. Erstaunt stelle ich fest, dass Jürgen und Ute beide Busfahrer sind. Ein ideales Gespann. Sie können sich unterwegs immer abwechseln. Wir fahren eine neue Strecke: Magdeburg, Halle, Leipzig, Passau (Raststätte Donautal).

 

Sonntag, 20.06.2010

Dann geht s weiter durch Österreich. Um 8.05 Uhr an der Raststätte Aland., 10.30 Uhr an der Österreich-ungarischen Grenze. Ankunft in Bakonynana um 12.20 Uhr.

Am Kulturhaus werden wir schon erwartet. Gastgeber, Kinder und Jugendliche warten schon. Bürgermeister Miklos Kropf begrüßt die Gäste. Anschließend gibt es Essen: Guglhupf mit Obstsuppe . Für viele ein neues Gericht, um so vorsichtiger wird eingeschenkt. Manche essen nur die Obstsuppe, andere nur den Kuchen .

Nach dem Essen werden Gastgeber und Gäste zusammengeführt. Unser Bus hält an vier Stationen, während wir durchs Dorf den Hügel hochfahren. Ein Problem entsteht dadurch, dass ein Schüler  (Christian Rachler) krankheitshalber nicht mitgekommen ist. So bleibt Nils Kabernagel ohne Partner. Das Hin-und Herschieben klappt nicht so wie gedacht. Zum Glück wohnen die Gasteltern von Nils direkt neben zwei weiteren Gastgebern, die auch Jugendliche aufgenommen haben. (Nach der ersten Nacht zieht Malte Penning zu Nils und löst damit alle Probleme.)

Nachmittags bis 16.00 Uhr läuft noch ein Motocross-Rennen am Waldrand von Bakonynana. Mit Jeep werden Interessierte hingefahren. Ich bleibe zu Hause und habe noch ein Gespräch mit Kati und Elisabeth. Absprachen für Montag werden getroffen. Das Wetter bleibt noch ein wenig kühl und unbeständig. Ich regele den Geldumtausch, ruhe mich ein bisschen mit Fußballgucken und Lesen aus. Morgen ist ein neuer Tag.

 

Montag, 21.06.2010 Sommeranfang

Der Tag, der total verregnet war. Diesmal musste ich früh aufstehen, um mit Elisabeth um 8 Uhr in Zirc bei der Bank zu sein. Dort klappt es im zweiten Anlauf (Die Volksbank tauschte keine Geldscheine.) Für 685 € erhalte ich 186 170 Forint. Das wird auf der Busfahrt gleich nach der Abfahrt an alle ausgezahlt und klappt ausgezeichnet.

Unser Ziel ist heute die Stadt Papa. Sie besitzt ein tolles Schwimmbad, ähnlich wie der Tropenparc in Tossens. 10.30 Uhr sind wir da. Die meisten Jungen und Mädchen bleiben bis zur Abfahrt um 16.30 Uhr im Bad: Viele schwimmen im warmen Wasser nach draußen (Luft 15 Grad, Wasser 25 Grad). Erste Pärchen bilden sich. Henning Kaars und Heronika Hahn nehmen 4 Jugendliche mit in die Stadt, andere gehen mit Kati ins Schwimmbadrestaurant. Aber um 16.45 Uhr sind alle pünktlich am Bus.  Ute Penning hat heute ihren 1. Geburtstag in Ungarn und verteilt unterwegs ein paar Schnäpschen und Lollies. Um 18.00 Uhr sind wir zum Abendbrot wieder in Bakonynana  - Hähnchenstücke mit Nudeln und leckerer Soße.

Das Abendprogramm für die Jungen: Kicker und Tischtennis in der Gaststätte von Miklos oder Mädchenabend im Ferienhaus von Martha. Die alten Erwachsenen treffen sich zu Wein und Bier im Gastraum von Miklos. Im Lauf des Abends wird s ganz fröhlich, und nach 21.00 Uhr sind auch die Mädchen hier im Jugendzentrum . Insgesamt alles sehr nett.

 

Dienstag, 22.06.2010

Noch ein Regentag.  Heute ist zunächst Bakonynana dran. Zuerst gehen wir durchs Rathaus. Es ist schon interessant, dass hier Kindergarten, Bücherei, Versammlungsraum für die Dt. Minderheit und ein paar Büros der Verwaltung untergebracht sind. Dann kommt noch jeden Tag ein Kinderarzt, und zweimal in der Woche ein Prakt. Arzt, auch ein Raum für eine Apotheke ist noch da.
Ein kleines Dorfmuseum ist im Kellerraum des Rathauses untergebracht. Durch den vielen Regen in den letzten Wochen ist Wasser durch die Wände eingedrungen und hat den Raum überschwemmt. Viele Holzsachen, die auf dem Boden standen, sind feucht geworden. Man wird sie trocknen müssen, um sie zu retten, und der Kellerraum muss für die Zukunft abgedichtet werden.
Dann geht s weiter in die Schule. Zunächst schauen wir in die Klassen, Büros, ins Lehrerzimmer und in den Sportraum.  Im Anbau ist der Computerraum. Auch hier ist vieles neu, Internet sowieso. Unsere Jugendlichen gehen mit allem wie selbstverständlich um. (Schüler-VZ, HomePage LMG, HRS Jaderberg ) Nur bei manchen Buchstabentasten haben sie Probleme, weil es sie nicht gibt, oder anders belegt sind. Als letztes besuchen wir unseren Birnbaum im Schulgarten. Kati und ich erklären, dass es der Baum der Partnerschaft ist, der jetzt schon Früchte trägt. Ein Foto vom letzten Herbst zeigt, dass er schon sehr große hatte.

Letzter Teil der Besichtigung ist die Kath. Kirche St. Anna, wo uns der Pfarrer begrüßt und ein paar Dinge erklärt. Zum Schluss hat er noch ein paar Bonbons, die er wie bei einer Messe verteilt.

Mittagstisch ist wieder in der Gaststätte. Es gibt eine Tomaten-Reis-Suppe als Vorspeise und dann Kartoffeln, Erbsen und Hackfleischscheiben.

Das Nachmittagsprogramm ist schnell geändert, weil es immer wieder regnet: Besuch der Wasserhöhle in Tapolca, d.h. 90 Min. Fahrt. Die Seehöhle hat viele unterirdische Gänge, die aber mit Wasser gefüllt sind. Besichtigen heißt, dass man mit kleinen Booten (3 Personen) durch ein Gängesystem paddelt. Das Wasser ist meistens ziemlich flach (30 50 cm). Nur an einigen Stellen geht s tiefer. Es ist deutlich zu sehen, denn alles ist glasklar. Eindrucksvoll ist die Höhlenfahrt. Das Tempo bestimmt man selbst.

Als wir kurz nach 16.00Uhr aufbrechen, haben wir noch eine Stunde Zeit für einen Stadtbummel in Veszprem.  Um 19.00 Uhr sind wir wieder in unserm Speiselokal in Bakonynana. Heute gibt es was ganz besonderes, es heißt übersetzt: Scheiterhaufen . Das ist ein dicker Apfelpfannkuchen mit Baiser. Schmeckt den meisten super. Kerstin meinte:  Da fehlt  nur Vanillesoße!
Heute bleibe ich zuhause. Ein Glas Wein, Tagebuch, Fußball, Buch, das reicht. Morgen ist auch noch ein Tag.

 

Mittwoch, 23.06.2010

Um 9.00 Uhr geht s los. Richtung Balaton. Ziel ist zunächst eine alte Burg in Varpalota. Nach einer kurzen Wartezeit (Wir waren zu früh!) kommen wir rein. Eigentlich werden hier nur wenige  historische Stücke z.B. Bilder, Waffen oder Modelle von  Festungen und Burgen vor 500 Jahren, gezeigt. Aber in den höheren Stockwerken befindet sich ein Chemietechnik-Museum. Alte Geräte der chemischen Giftküche sind ausgestellt. Irgendwie muss dieser Ort eine starke Beziehung zur Forschung und Entwicklung  der Chemischen Industrie besitzen, denn an sämtlichen Treppenwänden sind Hunderte von Portraits führender Professoren von 1800 bis 2000.

Im Garten der Burg steht ein Panorama-Bild einer Schlacht mit ungarischer Beteiligung.  Es ist halbrund und etwa 30m lang und 3 m hoch. Nun geht es weiter nach Balatonfüzfö. Wir besuchen ein Lokal, bei dem wir während der Busfahrt 34 Pizzen vorbestellt haben. Trotzdem dauert es ziemlich lange bis wir sie essen können.

13.30 Uhr beginnen die Fahrten auf der Sommerbobbahn. Man wird dabei im Einer/Zweier-Bob so etwa 80 m den Hang hinaufgezogen und dann geht s bergab in Schleifen, Kurven und Tunnel bis zum Ziel.  Es macht allen viel Spaß. Zwei Fahrten werden gesponsert, die weiteren muss jeder selbst zahlen. Danach gehen wir in den benachbarten Kletterwald.  Der Weg ist für Erwachsene und Jugendliche ziemlich anspruchsvoll und dauert eine Stunde. Fast alle versuchen es, einige nehmen letztlich einen verkürzten Weg. Aber alle sind happy, es geschafft zu haben. Neben der großen Tour gibt es noch einen Kinderkletterweg, eine 80m-lange Drahtseilbahn, einen Kletterturm mit leichter und schwerer Seite, und die Möglichkeit zum Bogenschießen.

Kurz vor 17.00 Uhr Rückfahrt, Abend essen im Gasthaus (Hähnchenschenkel mit Reis), ein bisschen Ruhe in der Gastgeberfamilie. Heute Abend spielt Deutschland gegen Ghana bei der Fußball-WM. Ab 20.00 Uhr trudeln die ersten im Gasthaus von Miklos Kropf ein. Dort geht es zu wie in einem Jugendzentrum. Deutsche und Ungarn zusammen, ständig rein und raus, Kicker und Tischtennis. Auch bei den Erwachsenen ist das so, nur die schauen durchweg zum Fernsehen, um das WM-Spiel mitzubekommen. Als ein Tor fällt, rennt die Jugend rein zum Mitjubeln, danach verteilt man sich wieder. Es ist erstaunlich, wie sich Grüppen dabei immer wieder neu mischen. Ein fröhlicher, lockerer Abend.

 

Donnerstag, 24.06.2010

Heute ist Dorfprogramm angesagt. Unser Bus muss einen Tag still stehen. Um 9.30 Uhr ist Treffen an der Schule, um zu einer Fahrradtour zu starten. 20 Fahrräder haben die Nannauer aufgetrieben, denn auch viele Deutsche sollen daran teilnehmen. Isztvan Forsthoffer, der Schulleiter, führt die Truppe an. Heute sind besonders viele Ungarn dabei. Der Rest, der kein Fahrrad mehr bekommen hat, wird vom örtlichen Schulbus mitgenommen. Erster Haltepunkt ist ein Aussichtspunkt im Nannauer Wald. Dazu muss man vom Weg aus 200 m ziemlich steil klettern. Stolpern, abrutschen nach vielen Regentagen kann bei diesen Bodenverhältnissen leicht passieren. An einigen Stellen kann man die Steigung nur mit Hilfe schaffen. Das letzte Stück sind die Stufen des Holzturms. Dort wird man mit einer tollen Aussicht bis zum Balaton (50 km) oder bis Zirc belohnt. Für den Rückweg nehmen manche lieben den längeren, nicht so steilen Weg.

Drei Kilometer weiter erreichen wir den Zielort: Ein Jagdhaus mit Parkanlage, Fußballfeld, Arboretum. Über einem offenen Feuer hängt ein riesiger Suppentopf, in den nach und nach alle Zutaten für ein Mittagessen für 50 Leute eingerührt wird. In der Zwischenzeit wird gespielt: Fußball, Karten und geklönt. Kurz nach 12 Uhr wird die Suppe auf der Terrasse des Jagdhauses serviert. Würste schwimmen obendrauf. Jeder kriegt eine in seine Suppenschale. Schmeckt prima! Dann ist Mittagspause. Ein kleines Nickerchen auf einer Decke. Die Jugend spielt.

Um 14.00 Uhr beginnt ein Geländespiel, bei dem die Spieler in 2 Gruppen geteilt werden eine Rote und eine Blaue. Sie bekommen jeweils eine Zahl in der jeweiligen Farbe mit Gummiband an die Stirn. Der Gegner muss die Zahlen lesen, um sie außer Gefecht zu setzen. Am Ende haben alle gewonnen.  Nun gibt s noch mal Getränke, dann ist Aufbruch. Kurz nach 16.00 Uhr sind die Ersten der Radtour in Bakonynana.  Alle treffen sich im Kulturhaus. Dort gibt es eine leckere Vogelmilch Das ist Vanillesoße mit Eierschnee.
Um 18.00 Uhr essen wir zum letzten Mal in unserem Restaurant am Dorfplatz: Sauerkraut, Fleisch und Brot zum Eintunken.  Danach ist Freizeit für jeden.

 

Freitag, 25.06.2010

Heute zum Balaton. Nach einstündiger Fahrt sind wir um 10.30 Uhr in Tihany. Gemeinsam geht s zum Echopunkt. Nur Henning und ich probieren das Echo aus. Dann ist eine Stunde Freizeit. Kati führt uns durch die Kirche von König Andras und anschließend durch die Museumsräume im Keller. So gelangen wir am Ausgang direkt vor die Tür einer besonderen Konditorei. Auf der Terrasse hat man einen herrlichen Blick aufs Wasser. Die Torten im Glastresen sind Extraklasse. Jeder probiert eine andere.

Nächster Tagespunkt ist der Strand in Balatonfüred. Leider ist es kühl und wolkig, so können alle Teilnehmer zwischen Strand und Stadt entscheiden. Zunächst steht es 50: 50, dann ändert sich das Verhältnis,  als beim Vorbeilaufen am Strand ein Volleyballfeld zu sehen ist.  Schnell wird noch ein Ball gekauft, und alle Jugendlichen gehen hinein. Trotz 18 Grad Wassertemperatur sind auch einige gleich im Wasser. Daneben läuft Beachvolleyball und Tretbootfahren. Wir haben den ganzen Strand für uns, und alle sind bei kühler Witterung in bester Stimmung. Auch Henning ist mittenmang und lernt Aufschläge beim Volleyball. Mit einem Eis für jeden steigert Kati die Stimmung noch.

Von 16.00 17.00 Uhr besuchen wir ein Einkaufszentrum in Veszprem. Verpflegung für die Rückfahrt wird gebunkert. Einige kaufen sich Wörterbücher (deutsch ungarisch) für kommende Besuche. Die liegen in Deutschland nicht so aus wie hier.

Der vorletzte Abend findet in Familien statt. Die Erwachsenen sind von Miklos Kropf eingeladen. Er hat gestern eine wichtige Examensprüfung bestanden (Volkswirtschaft). Um 19.00 Uhr werden wir 7 Erwachsenen und Elisabeth mit einem VW-Bully abgeholt. Wir fahren fast ein Stunde wieder zurück nach Balatonfüred und kehren in einer Czardas ein. An diesem Abend gibt es außer uns kaum Gäste und so werden wir ganz allein bedient. Es gibt viel Gesprächsstoff: Miklos Prüfung, die letzte ungarische Wahl, seine Parteiarbeit, seine Aufgaben im Komitat und als Bürgermeister. Natürlich auch über die Gemeindepartner-schaft, über Ferdinand und Talea und über die Comenius Schulpartnerschaft. Man merkt: Wir haben nach 9 Jahren eine Menge Gesprächsstoff. Auf Fotos wird die Unterzeichnung der Teilnehmerliste durch Miklos und Henning festgehalten. Diese wird zur Antragstellung nach Brüssel geschickt. Dann gibt es ein leckeres Essen zu Palinka und Wein. Als Nachtisch Palatschinken mit Nutella. Kurz nach Mitternacht fährt uns Elisabeth nach Hause. Ein wirklich netter Abend.

 

Samstag, 26.06.2010

Letzter Tag - Abschiedstag in Ungarn. Heute läuft das Programm nur Bakonynana  ab.
Ab 10.00 Uhr Programmbeginn auf dem Sportplatz. Als ich ankomme, sind zehn Partygarnituren und ein Pavillon aufgebaut, unter dem ein Riesentopf Gulasch schmort. Einige Frauen schneiden Gemüse, Zwiebeln, Knoblauch und andere Zutaten für das Gulasch. Eine ist ständig dabei zu rühren. Die jungen Leute und einige Erwachsene spielen mit Bällen und einigen mitgebrachten Schleuderbällen. Es ist ziemlich kühl und ab und zu regnet es, dabei viel Wind. So muss zwischenzeitlich das Pavillonzelt abgebaut werden, weil der Wind die Stangen einknickt. Das Jader Gemeinschaftsgeschenk, das Trampolin, ist aufgebaut und nach und nach probieren viele ungarische die neue Hüpfburg aus. Es macht ihnen sichtlich Spaß. Neben dem Ballspiel hat Isztvan Forsthoffer oberhalb des Sportplatzes noch einen Fahrradgeschicklichkeitsparcours aufgebaut.
Auf dem Platz wird ein Schleuderballspiel durch geführt mit gemischten deutsch-ungarischen Mannschaften. Auch Werner und Henning sind aktiv dabei. Doch Nils Kabernagel entscheidet mit seinen über 50m-Würfen das Spiel.
Einige Zeit später spielen alle gemeinsam Fußball mit gemischten Mannschaften (Männer / Frauen / Ungarn /Deutsche). Im 2/3-Feld werden massenhaft Tore erzielt. Als die Gulaschsuppe serviert wird, wird bei 5 : 5 das Spiel beendet. Heiße Gulaschsuppe mit Brot. Alle hauen tüchtig rein. Ein Zeichen, dass es allen schmeckt. Zwischendurch gibt s allerdings noch etwas anderes: Langosz. Auf die fettgebackenen platten Kuchen wird Knoblauchöl, Jogurt und Streukäse drauf gestrichen. Eine ungarische Besonderheit.

Zum Schluss des Nachmittags kommt noch die Sonne zum Vorschein. Werner nutzt das, um die ungarischen Jugendlichen nochmals zum Schleuderball zu motivieren. Am Rand sitzende werden angeworfen und reagieren mit Rückwürfen. So kommen immer mehr aufs Spielfeld. . Dann wird eingeteilt, und Deutsche und Ungarn, Junge und Ältere machen noch ein richtiges Match, für viele die ersten Schleuderball-Erfahrungen.

Ab 19.00 Uhr beginnt der Abschlussabend. Gegrilltes und Salate werden zum Essen angeboten. Gastgeber und Gäste sitzen gemeinsam an Tischen. Miklos hält noch eine kurze Rede und übergibt neun T-Shirts mit Bakonynana-Abzeichen. Die Jugendlichen bekommen alle einen Tennisball mit den Namen der Freunde aus Bakonynana.

Bis 21.00 Uhr dauert der Abend. Als wir uns auf die Abfahrtszeit für Sonntag einigen wollen, wird überlegt, ob es eine Möglichkeit gibt, irgendwo das WM-Spiel Deutschland gegen England anzugucken. Wir kommen schnell auf die Idee, Purbach anzufahren. Das würde zeitlich passen. Kati hat die Telefonnummer vom Lehrer Fingerhut, aber der ist nicht erreichbar. Dann rufe ich beim Schulleiter der HRS Jade, Hans-Jürgen Küper, an. Der ist platt aus Ungarn einen Anruf zu erhalten, aber findet die Idee klasse. Er gibt uns die Nummer eines weiteren Lehrers, der auch einen Weinberg besitzt. Nach kurzer Zeit ruft der zurück. Wir haben eine Österreich-Adresse mit Fernsehen: Café Evergreen in Purbach.
Für die Jugendlichen gibt s ab 22 Uhr noch eine Disco mit den ungarischen Freunden im Jugendraum des Kulturhauses.

 

Sonntag, 27.06.10

Rückfahrt: Abfahrt nach Hause um 12.30 Uhr. An jeder Haltestelle stehen Deutsche mit Koffern, umringt von Gastgebern. Überall Umarmungen, Küsse, Tränen. In einer Woche voller Begegnungen sind viele Beziehungen wieder oder ganz neu gewachsen. Doch nun heißt es Abschied nehmen. Ein letztes Hupen und Winken. Die Zeit in Ungarn ist vorbei.

Auf dem Rückweg gibt s noch die Überraschung. Um 15.55 Uhr hält der Bus in Purbach (Österreich). (Purbach, Bakonynana und Jade haben eine europäische Schulpartnerschaft). Nach kurzem Suchen halten wir vor dem Café Evergreen . Drinnen laufen gerade die Nationalhymnen. Im reservierten Raum zwei große Fernseher. Gemeinsam sehen wir hier das WM-Spiel Deutschland England. Ein Superspiel nach einer Superwoche!!

Nach Schluss des Spiels geht s weiter. Als die Sonne untergeht, sind wir wieder in Deutschland auf der Raststätte Donautal. Danach bereiten sich alle aufs Schlafen vor. Unser Busfahrer Ehepaar wechselt sich ab.

 

Montag, 28.06.10

Früh am Morgen gibt s eine Erfrischungspause an der Raststätte Allertal. Dann das letzte Stück.
9.00 Uhr die Jader sind wieder daheim.